Der C64 veränderte alles

Schaut man sich die aktuellen Umfrageergebnisse an, so stellt man fest, dass fast alle genannten Geräte internetfähig sind. Während 1984 vernetzbare Devices nur bei sehr technikaffinen Menschen auf dem Wunschzettel standen, waren digitale Geräte ganz allgemein auch vor drei Jahrzehnten schon begehrt. Man denke hier nur an den bereits erwähnten und hinsichtlich seiner Verkaufszahlen legendären Commodore 64, der nicht nur deutlich günstiger als ein Apple Mac oder ein IBM-PC war, sondern den Markt auch in Deutschland unbestreitbar dominierte und schon 1984 aus vielen Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken war.

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Spielen und Programmieren waren damals die vorrangigen Interessen der Nutzer. Die Industrie kam diesen Wünschen mit Geräten wie dem C64, Atari 400 und 800, IBMs PC beziehungsweise PC/AT und dem Apple II nach. So manches Spiel aus diesem Jahr wurde zur Legende, beispielsweise die Science-Fiction-Simulation Elite. Erstmals 1984 veröffentlicht und im Laufe der Zeit für mehr als ein Dutzend Systeme umgesetzt, gilt Elite sowohl qualitativ als auch quantitativ als wegweisend. Von der nur oberflächlich schlichten, aber technisch raffinierten Echtzeitgrafik über die Idee eines Verzichts auf ein endgültiges Endziel bis hin zu den zahlreichen Versuchen anderer Programmierer, das wirtschaftlich erfolgreiche Spiel zu kopieren - Elite setzte in vielerlei Hinsicht Maßstäbe in der damals noch jungen Welt der Heimcomputer, die bis heute nachwirken. Ähnliches dürfte auch für The Hitchhiker's Guide to the Galaxy gelten, ein Textadventure auf Basis des Kultromans Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams. Die Textlastigkeit mag zwar einfacher zu programmieren gewesen sein als die anspruchsvollen Echtzeitwelten von Elite, simpel oder gar langweilig war das Spiel deshalb jedoch keineswegs. Im Gegenteil: Die teilweise skurrilen Aufgaben wie das als extrem schwierig berüchtigte Babelfish-Puzzle sorgten zwar allgemein für Kopfarbeit, erlangten jedoch aufgrund ihrer Skurrilität schnell Kultcharakter. Hinzu kam der vielfach gelobte Sprachwitz des Spiels, welcher maßgeblich zum Erfolg des Adventures beitrug und sicherlich besonders der Mitarbeit von Douglas Adams zu verdanken sein dürfte. Pünktlich zum 30. Geburtstag erschien HHGTTG in einer Jubiläumsversion: Das Spiel ist heute grafisch etwas zeitgemäßer dank HTML-Support und nun auch nicht mehr offline, denn aufgrund einer Twitter-Anbindung teilt es selbstständig die Handlungen des Spielers mit.

Eine solche Vernetzung war 1984 noch nicht möglich, doch die Digitalisierung war nicht aufzuhalten - auch und gerade unter dem Weihnachtsbaum. Gespielt und programmiert wird seitdem mehr denn je, online wie offline, trotz oder vielleicht genau wegen der beeindruckenden Erfolge und Niederlagen in der digitalen Welt.

Der pessimistische Roman 1984 spielte in seinem namensgebenden Jahr auf deutschen Wunschzetteln übrigens keine Rolle. Auf Platz 1 der Jahresbestsellerliste stand damals ein gänzlich unpessimistisches Werk: Die unendliche Geschichte von Michael Ende.

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 BTX-Geräte unterm Weihnachtsbaum
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Planet 05. Jan 2015

Ja, eben das wurde ja mit den 128KB RAM des Macintosh vor 30 Jahren verglichen...

Lord Gamma 31. Dez 2014

Wenn vom "hunderttausendfachen" gesprochen wird, ist offensichtlich, die persistente...

Hassan 31. Dez 2014

off topic: Dank deiner Signatur hat es mich erinnert, dass ich meine Jacke noch im...

Anonymer Nutzer 30. Dez 2014

Ich find den Artikel auch etwas Apple-lastg. 1984 wolte niemand aus meinem Bekanntenkreis...

Madricks 26. Dez 2014

Gut geschrieben =)



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