Wegen Weltraumschrott: Sämtliche Starlink-Satelliten sollen abgesenkt werden

Laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) plant Starlink, seine Satellitenkonstellation von derzeit 550 km über der Erdoberfläche auf 480 km abzusenken. Das kündigte Michael Nicolls(öffnet im neuen Fenster) , Vizepräsident von Starlink, an.
Demnach sollen im Laufe des Jahres 2026 alle bereits aktiven und zukünftigen Satelliten des Unternehmens in einen Erdorbit unterhalb von 500 km platziert werden. In diesem Bereich sei die Anzahl bekannter Trümmer geringer. Auch seien dort zukünftig weniger zusätzliche Satelliten anderer Unternehmen eingeplant als oberhalb dieser Grenze.
Zusammenstoß mit Risikopotenzial
Vorausgegangen sind der Entscheidung mehrere unterschiedliche Ereignisse im Orbit. Unter anderem hatte Nicolls von einem Beinahezusammenstoß mit einer chinesischen Trägerrakete Anfang Dezember 2025 berichtet.
Einige Tage später ging tatsächlich ein Starlink-Satellit verloren(öffnet im neuen Fenster) . Laut Reuters wurde eine Anomalie festgestellt, in Folge derer der Satellit in kürzester Zeit mehrere Kilometer an Höhe verlor.
Gefürchtete Kettenreaktion
Der betroffene Satellit(öffnet im neuen Fenster) wird in einigen Wochen in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen. Gleichzeitig wurden durch den Vorfall, vermutlich eine Kollision mit Weltraumschrott, einige Dutzend kleiner Teile freigesetzt.
Hätte sich der Satellit, der sich lediglich in einer Höhe von 418 km befand, in einer größeren Konstellation befunden, hätten die Teile zu weiteren Kollisionen und infolgedessen zur Entstehung weiterer unkontrolliert fliegender Partikel führen können.
Eine solche Kettenreaktion gilt als eines der größten Risiken in einem immer dichter besetzten Erdorbit. Dem will Starlink mit dem niedrigeren Orbit entgegenwirken, in dem gleichzeitig der Energiebedarf der Satelliten minimal steigen dürfte. Angesichts der Lebensdauer der Satelliten von nur etwa 5 Jahren dürfte dies jedoch keine größere Rolle spielen.



