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Wegen Tesla: VW zieht Elektroauto für die USA vor

Teslas Erfolg hat Volkswagen aufgeschreckt: VW-Markenchef Herbert Diess betrachtet nicht mehr andere Volumenhersteller wie Toyota und Hyundai als Konkurrenz, sondern den US-Autobauer Tesla. Das für die USA geplante Elektroauto wird daher früher auf den Markt kommen.
/ Andreas Donath
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Welcher E-Volkswagen gegen Tesla positioniert wird, ist noch nicht bekannt. (Symbolbild) (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Welcher E-Volkswagen gegen Tesla positioniert wird, ist noch nicht bekannt. (Symbolbild) Bild: Werner Pluta/Golem.de

Volkswagen sieht künftig Tesla als wichtigsten Konkurrenten. Das sagte VW-Markenchef Herbert Diess der Fachpublikation Automobilwoche(öffnet im neuen Fenster) . Grund sei die Sorge, dass Tesla sich nicht auf das Premiumsegment beschränken, sondern selbst Volumenhersteller werden könnte. VW werde deshalb seine Strategie ändern und sein Elektroauto in den USA früher als geplant auf den Markt bringen, sagte Strategiechef Michael Jost der Automobilwoche.

Tesla bietet derzeit mit dem Model S und dem Model X zwei teure Elektroautos an. Das Model 3 befindet sich noch in der Anlaufphase und ist zwar ab rund 35.000 US-Dollar erhältlich, doch Tesla-Chef Elon Musk schätzt, dass der mittlere Preis mit den üblichen Ausstattungspaketen bei etwa 43.000 US-Dollar liegen werde. Dabei muss berücksichtigt werden, dass darauf in den USA noch die Verkaufssteuer aufgeschlagen wird, die regional unterschiedlich ist und im Schnitt bei etwa zehn Prozent liegt.

Elektro-Crossover ID Crozz – VW
Elektro-Crossover ID Crozz – VW (02:07)

Laut Automobilwoche soll das für die USA geplante Modell zwischen dem Model S und dem Model 3 angesiedelt sein und 2021 auf den Markt kommen. Es basiert wie der Elektro-Pkw ID und der Elektro-Bully ID Buzz auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB).

VW ID Crozz (Herstellervideo)
VW ID Crozz (Herstellervideo) (04:48)

Auf der Automobilmesse IAA im September 2017 kündigte VW-Vorstandschef Matthias Müller eine Roadmap E an: VW wolle 70 Milliarden Euro in die Entwicklung von Elektroautos und in die Akkuproduktion investieren. Im Jahr 2025 könnte etwa jedes vierte neue Fahrzeug des Konzerns ein Elektroauto sein.


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