• IT-Karriere:
  • Services:

Wegen Teams: Slack reicht Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft ein

Vor der EU-Kommission beschwert sich Slack über ungleichen Wettbewerb, da Microsoft Teams mit seiner Office-Software verbindet und installiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Slack gegen Teams
Slack gegen Teams (Bild: Slack/Microsoft/Montage: Golem.de)

Der Anbieter der gleichnamigen Bürokommunikationssoftware Slack hat vor der Europäischen Kommission eine Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft eingereicht. Hintergrund sind Befürchtungen, dass Microsoft seiner eigenen Bürosoftware Teams einen Vorteil verschafft und so den Markt verzerrt.

Stellenmarkt
  1. Bundesnachrichtendienst, Berlin
  2. Der Polizeipräsident in Berlin, Berlin

"Die Beschwerde legt Microsofts illegale und wettbewerbsschädigende Praxis dar, seine Marktmacht zu missbrauchen und im Widerspruch zu den Wettbewerbsgesetzen der Europäischen Union Konkurrenz zu beseitigen", schreibt das Slack-Team in einem erklärenden Blog-Beitrag.

Der konkrete Vorwurf lautet, dass Microsoft Teams mit seiner Office-Software Microsoft 365 verknüpft habe, die eine marktbeherrschende Position hat. Dadurch hat automatisch auch Teams diese Position, egal, ob Microsoft-365-Nutzer das Programm ursprünglich überhaupt nutzen wollten oder nicht.

Slack wirft Microsoft Zwangsinstallation vor

"Microsoft hat Teams bei Millionen Menschen zwangsinstalliert, verhindert die Deinstallation und versteckt die wahren Kosten für Unternehmenskunden", wirft das Slack-Team Microsoft vor. "Slack will einfach nur fairen Wettbewerb und eine gleiche Ausgangsposition", sagt Jonathan Prince, Vice President of Communications and Policy bei Slack.

"Gesunder Wettbewerb fördert Innovation und ermöglicht die besten Produkte und die beste Auswahl für Nutzer", sagt Prince weiterhin. "Wir bitten die EU, ein neutraler Schiedsrichter zu sein, die Fakten zu überprüfen und das Recht durchzusetzen."

Erinnerungen an Browserkrieg werden wach

Prince wirft Microsoft vor, "zu einem Verhalten aus der Vergangenheit zurückzukehren". Gemeint sein dürfte der sogenannte Browserkrieg in den 1990er Jahren, in dem Microsoft mit seinem Internet Explorer erfolgreich Konkurrenten wie Netscape vom Markt verdrängen konnte. Damals wurde der Internet Explorer bei jeder Windows-Installation automatisch mit installiert.

Ob die EU-Kommission in der Sache Slack gegen Microsoft einschreiten wird, ist noch nicht klar. Aktuell liegt nur die Beschwerde vor, die zunächst geprüft werden muss.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 42,99€
  2. 22,99€
  3. 5,29€

mag 23. Jul 2020

1. Nicht jedes Product Bundling ist gleich eine Wettbewerbsverzerrung, nicht einmal, wenn...

Potrimpo 23. Jul 2020

Mir geht Slack derart auf den Sack, dass mir deren Gründe und Methoden egal sind. Allein...


Folgen Sie uns
       


Warum Intels erste CPU nicht Intel gehörte - (Golem Geschichte)

Intel leistete in den 70ern Pionierarbeit und wäre dennoch fast gescheitert. Denn ihren bahnbrechenden 4-Bit-Mikroprozessor wurden sie erst gar nicht los.

Warum Intels erste CPU nicht Intel gehörte - (Golem Geschichte) Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /