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Wegen Strombedarf: KI lässt Gewinne der US-Solarwirtschaft steigen

Steigende Strompreise in den USA , teilweise um ein Drittel pro Jahr, beleben den Ausbau der Photovoltaik trotz auslaufender Förderung.
/ Mario Petzold
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Dank schnell steigender Strompreise in den USA lohnt sich der Ausbau von Photovoltaik immer mehr. (Bild: AFP via Getty Images/Rodger Bosch)
Dank schnell steigender Strompreise in den USA lohnt sich der Ausbau von Photovoltaik immer mehr. Bild: AFP via Getty Images/Rodger Bosch

Der Ausbau von Rechenzentren in den USA, die insbesondere für das Training künstlicher Intelligenz genutzt werden, lässt den Strombedarf des Landes spürbar ansteigen. Prognosen gehen in wenigen Jahren von einer Erhöhung um ein Drittel aus.

Weil der Zubau von Erzeugungsanlagen nicht mithalten kann, steigen bereits seit längerem die Strompreise für Verbraucher . Die sind in den USA zwar vergleichsweise niedrig, haben sich aber in nur 3 Jahren von 0,13 US-Dollar je Kilowattstunde (kWh) auf 0,18 US-Dollar erhöht.

Teuerungsrate macht Solarzellen attraktiv

Das entspricht einer Inflationsrate von mehr als 11 Prozent für private Stromverbraucher. Derzeit soll die Rate bei annähernd 6 Prozent liegen, wobei das nur ein Durchschnittswert ist, denn in US-Bundesstaaten mit großen Rechenzentren liegt der Wert deutlich darüber.

Ausgehend davon hat die Beratungsfirma Wood Mackenzie in einer Datenanalyse, aus der das PV-Magazine(öffnet im neuen Fenster) zitiert, errechnet, dass sich der Bau von Solaranlagen im Durchschnitt nach etwas mehr als 5 Jahren amortisiert hat.

Bleibt der Preisanstieg bei Strom ähnlich hoch, sind es bis 2030 weniger als 4 Jahre. So lang müsste eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung zwischen 2 und 20 Megawatt Strom einspeisen, damit sie abbezahlt ist. Die anschließend eingespeiste Energie ist der Gewinn. In Kalifornien könnte der Zeitraum unter anderem wegen höherer Strompreise und guter Bedingungen für Photovoltaik auf weniger als 2 Jahre fallen.

Schwierige Bedingungen für erneuerbare Energien

Zuletzt gab es vor allem schlechte Nachrichten für Wind- und Solarenergieprojekte. Genehmigungen für Windparks wurden zurückgezogen. Zudem werden im Zuge des One Big Beautiful Bill Act(öffnet im neuen Fenster) , einem 900-seitigen Steuergesetz, die meisten Förderungen für erneuerbare Energien gestrichen.

Auch wenn viele der Änderungen erst in einigen Jahren in Kraft treten werden, haben sich die Preise für Photovoltaikanlagen laut Wood Mackenzie 2025 bereits um 9 Prozent erhöht. Die Zubaurate kleiner kommerzieller Solaranlagen stieg im zweiten Quartal 2025 dennoch um 27 Prozent.


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