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Wegen Speicherpreisen: Nvidias KI-Server werden teurer

Nach Consumer-GPUs werden auch Nvidias KI-Server deutlich teurer. Denn die Preise für die unterschiedlichsten Komponenten ziehen an.
/ Johannes Hiltscher
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Den Vera-Rubin-Server rechts im Bild bestückt Nvidia standardmäßig nun mit einem Drittel des geplanten Speichers. (Bild: Nvidia / Screenshot: Golem)
Den Vera-Rubin-Server rechts im Bild bestückt Nvidia standardmäßig nun mit einem Drittel des geplanten Speichers. Bild: Nvidia / Screenshot: Golem

Nvidia hatte noch versucht, die Preise für seine KI-Server zumindest der Rubin-Generation zu halten. Gleich zweimal reduzierte der Hersteller in den vergangenen Monaten die RAM-Bestückung(öffnet im neuen Fenster): Statt der anfangs geplanten 192 GByte pro SOCAMM2 sollen nur 64 GByte verbaut werden. Und Rubin Ultra soll wohl statt 16 Speicher-Chips pro HBM-Stapel (16-Hi) nur mit 12 und 8 kommen.

Gebracht hat es am Ende aber wohl nichts: Der Finanznachrichtendienst Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster), Server-Hersteller hätten Großkunden Preissteigerungen von über 15 Prozent angekündigt. Das Magazin The Information spricht von 17 Prozent(öffnet im neuen Fenster). Offiziell ist das noch nicht, Bloomberg beruft sich auf in den Beschaffungsprozess involvierte Personen. Die Preissteigerungen sollen Anfang 2027 in Kraft treten und neben Vera-Rubin- auch Grace-Blackwell-Systeme betreffen.

Damit steigen die Preise für KI-Server in ähnlichem Rahmen, wie dies zuletzt für Consumer-GPUs angekündigt wurde. Bei den genannten 15 Prozent scheint es sich aber um einen Mittelwert zu handeln. Bloomberg schreibt, die kommunizierten Preissteigerungen variierten nach Hardware-Generation und Speicherbestückung.

Praktisch alles wird teurer

Zwar führt Bloomberg den Preisanstieg bei Speicher als Grund für die Kostensteigerung an. Doch auch eine Reihe anderer Komponenten sind in den vergangenen Monaten teurer geworden.

Das geht von Glasfasermatten und damit Platinen über Metalle wie Kupfer bis zu einfachen Komponenten wie Keramikvielschichtkondensatoren. Und auch TSMC zog seine Preise an. Als Großkunde und über langfristige Verträge kann Nvidia die Preissteigerungen in einigen Bereichen zeitweise auffangen. Aber insbesondere beim Speicher kommt das Unternehmen wohl auch an seine Grenzen.

In der bereits angespannten Lage der KI-Branche könnten die Preissteigerungen dazu führen, dass Rechenzentren nicht wie geplant – möglicherweise auch gar nicht – gebaut werden.

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