Wegen Speichermangel: Samsung MX steht vor erstem Verlust in Firmengeschichte
Der Leiter von Samsung MX (Mobile Experience), TM Roh, soll die Unternehmensführung vor der Möglichkeit des ersten Nettoverlusts in der Geschichte des Smartphonegeschäfts bei Samsung gewarnt haben. Wie Ars Technica berichtet(öffnet im neuen Fenster), könnten die hohen Preise für Speicher der Grund dafür sein, dass Samsung keinen Gewinn mit dem Verkauf von Smartphones erzielt.
Stark gestiegene Speicherpreise betreffen zwar viele Produktkategorien im Elektronikbereich, der in den meisten Smartphones verwendete LPDDR5x-Speicher wird aber immer häufiger für KI-Anwendungen eingesetzt. So ist Nvidias KI-CPU Vera zum Beispiel mit bis zu 1,5 Terabyte LPDDR5x-Speicher ausgestattet und die kommenden Rack-Scale-KI-Plattformen sollen davon 36 Stück enthalten. Für ein Samsung Galaxy S26 werden 12 oder 16 Gigabyte RAM benötigt.
Bis Mitte des Jahres 2026 soll der Arbeitsspeicher mehr als ein Drittel der Herstellungskosten für Budget-Smartphones und circa 20 Prozent der Kosten eines Oberklasse-Geräts ausmachen. Bislang war der Prozessor inklusive des Mobilfunkmoduls der teuerste Teil eines Smartphones.
Samsungs Halbleitersparte profitiert
Während sich die gestiegenen Speicherpreise auf Samsung MX negativ auswirken, profitiert die Halbleitersparte des Konzerns. Um das Angebot an LPDDR5-Speicher zu erhöhen, hat Samsung bereits die Produktion von LPDDR4-Speicher gedrosselt.
Selbst bei einer optimalen Produktionssteigerung wird allerdings erwartet, dass der Speicherbedarf für das Jahr 2027 um 40 Prozent verfehlt wird. Den nahezu einzigen Einfluss darauf, wie sich die Situation entwickelt, hat die Nachfrage nach KI-Anwendungen. Da die meisten KI-Unternehmen planen, ihre Rechenkapazitäten entsprechend auszubauen, kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich die Situation bald entspannt.
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