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Wegen Landmangels: Schwimmende Solarkraftwerke in Japan geplant

Hohe Grundstückspreise bringen das japanische Unternehmen Kyocera dazu, Solarkraftwerke an ungewöhnlicher Stelle zu errichten: auf zwei Seen. Die schwimmenden Solaranlagen haben allerdings auch noch einen anderen Vorteil.
/ Werner Pluta
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Schwimmende Solaranlage: vollständig wiederverwertbarer Kunststoff (Bild: Kyocera)
Schwimmende Solaranlage: vollständig wiederverwertbarer Kunststoff Bild: Kyocera

Der japanische Mischkonzern Kyocera will nach eigenen Angaben(öffnet im neuen Fenster) zwei Solarkraftwerke bauen, die auf zwei Binnenseen schwimmen. Beide Anlagen in Kato im Südwesten der Hauptinsel Honshu sollen im kommenden Frühjahr fertig werden.

Die Solarpaneele stellt Kyocera her. Sie sollen auf einer Schwimmstruktur installiert werden, die das französische Unternehmen Ciel et Terre(öffnet im neuen Fenster) liefert. In Frankreich hat Ciel et Terre bereits ein solches schwimmendes Solarkraftwerk gebaut, das seit drei Jahren im Einsatz ist.

Schwimmstruktur aus widerstandsfähigem Kunststoff

Die Schwimmstruktur besteht aus Hydrelio, einem Polyethylen hoher Dichte, das vor ultravioletter Strahlung und Korrosion geschützt ist. Das Material und die Konstruktion sind so beschaffen, dass sie auch einem Wirbelsturm standhalten können. Der Kunststoff soll vollständig wiederverwertet werden können.

Die Kraftwerke werden auf zwei Seen errichtet, weil in Japan die nutzbare Fläche knapp und die Grundstücke entsprechend teuer sind. Zudem soll das Wasser für Kühlung sorgen. Die Anlagen sollen deshalb leistungsfähiger sein als solche, die auf Dächern montiert sind.

Der Bau soll im September beginnen. Im April kommenden Jahres sollen die beiden Solarkraftwerke einsatzbereit sein. Das eine wird eine Leistung von 1,7 Megawatt, das andere eine von 1,2 Megawatt haben.


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