Wegen Landesverrats: Ehemaliger BND-Mitarbeiter muss vor Gericht

Als enttarnter Doppelagent muss ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes ab November vor Gericht. Der Mann soll geheime Dokumente des BND und aus dem NSA-Untersuchungsausschuss an CIA und FSB weitergegeben haben.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Der Prozess soll im OLG München stattfinden.
Der Prozess soll im OLG München stattfinden. (Bild: Christian Wolf/CC-BY-SA 3.0 de)

Ein ehemaliger Mitarbeiter des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND muss sich ab November vor Gericht verantworten. Dem ehemaligen Angestellten des Bundesnachrichtendienstes werden Landesverrat, Bestechlichkeit und die Verletzung von Dienstgeheimnissen vorgeworfen, weil er geheime Dokumente und Informationen an den US-Geheimdienst CIA sowie an den russischen Geheimdienst FSB weitergegeben haben soll.

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Der Mann sitzt seit seiner Festnahme im Juli 2014 in Untersuchungshaft. Der 8. Strafsenat des Oberlandesgerichtes in München hat die noch von dem ehemaligen Generalbundesanwalt Range verfasste Anklage jetzt zur Hauptverhandlung zugelassen. Der Prozess soll am 16. November beginnen, es sind 24 Verhandlungstage vorgesehen. Im Zuge der Affäre hatte die Bundesregierung einen CIA-Repräsentanten des Landes verwiesen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe gesagt: "Wenn es dabei bleibt, was wir jetzt wissen, sind die durch diese mutmaßliche Spionage gewonnenen Informationen lächerlich." Ganz so entspannt sieht die Bundesregierung die Affäre jetzt offensichtlich nicht mehr.

Der Doppelagent soll unter anderem eine Namensliste mit den Klar- und Decknamen von 3.500 Agenten entwendet haben. Außerdem soll er mehr als 200 Dokumente, unter anderem aus dem NSA-Untersuchungsausschuss, an den US-Geheimdienst verkauft haben. Aufgeflogen war der Agent, als er eine unverschlüsselte E-Mail an das russische Generalkonsulat über ein Gmail-Konto verschickte, um Dokumente anzubieten.

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Dwalinn 16. Okt 2015

#Benutzername ist Programm

Anonymer Nutzer 15. Okt 2015

Hätte er "Burn After Reading" gesehen, hätte er das auch gewusst :D

DER GORF 15. Okt 2015

DIESES MONSTER! O_O

Sinnfrei 15. Okt 2015

Sollte der russische Auslandsgeheimdienst nicht der SWR sein? Der FSB hört sich eher nach...

Anonymer Nutzer 15. Okt 2015

Er hat die email sicher an seinem Arbeitsplatz verfasst. ;)



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