Wegen Kryptowährungen: Trump-Medienfirma rutscht tief in die roten Zahlen
Die Medienfirma von US-Präsident Donald Trump hat im ersten Quartal 2026 einen Verlust von rund 406 Millionen US-Dollar verbucht. Der Großteil der Verluste hängt laut Unternehmensangaben mit Kryptowährungen und anderen Finanzanlagen zusammen.
Das berichtete zunächst die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) unter Berufung auf aktuelle Quartalszahlen.
Konkret meldete die Trump Media & Technology Group (TMTG), Betreiberin der Plattform Truth Social, einen Nettoverlust von 406 Millionen Dollar für die Monate Januar bis März 2026.
Gleichzeitig verwies das Unternehmen auf einen positiven operativen Cashflow von knapp 18 Millionen Dollar sowie Finanzreserven und Vermögenswerte von rund 2,1 Milliarden Dollar.
Den größten Anteil an den roten Zahlen machten sogenannte nicht realisierte Verluste aus. Dabei handelt es sich um Wertverluste bei gehaltenen Kryptowährungen und anderen Investments, die bilanziell bereits auftauchen, obwohl die Vermögenswerte noch nicht verkauft wurden.
Trump hat noch viele Bitcoin
Laut mehreren Berichten hält Trump Media weiterhin große Bitcoin-Bestände. Das Unternehmen setzte in den vergangenen Jahren massiv auf Kryptowährungen und kündigte Milliardeninvestitionen in Bitcoin an.
Die Kryptostrategie passt zur allgemein sehr bitcoinfreundlichen Haltung von Donald Trump. Während seines Wahlkampfs und auch nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus bezeichnete er sich mehrfach als Unterstützer der Branche und versprach, die USA zur "Crypto Capital" zu machen.
Parallel entstanden mehrere kryptobezogene Projekte im Umfeld der Trump-Familie, darunter Mining-Unternehmen, eigene Tokens und Finanzplattformen.
Truth Social in Europa nur schwer erreichbar
Die Aktie von Trump Media gilt seit dem Börsengang als extrem volatil. Zwar profitierte der Kurs zeitweise stark vom allgemeinen Kryptohype und Trumps politischer Bekanntheit, langfristig entwickelte sich das Papier jedoch schwach. Laut Business Insider(öffnet im neuen Fenster) verlor die Aktie seit ihren Höchstständen zeitweise fast 90 Prozent an Wert.
Truth Social selbst bleibt wirtschaftlich vergleichsweise klein. Laut Quartalsbericht lag der Umsatz im ersten Quartal nur bei etwas mehr als 870.000 Dollar. Die Plattform ist weiterhin nur eingeschränkt international verfügbar. In europäischen Ländern ist der Dienst, wenn überhaupt, dann nur eingeschränkt nutzbar.
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