Wegen KI-Slop: Microsofts neuer Spitzname ist "Microslop"

Microsoft-CEO Satya Nadella hat vor einigen Tagen einen kurzen Blogpost veröffentlicht. Darin beschreibt er Microsofts Vision für KI im Jahr 2026. Dabei macht er klar, dass er nicht viel vom Wort Slop, englisch für Fraß oder Schlacke, hält. Das wird aktuell von vielen zum Beschreiben vieler KI-Features verwendet. "Wir müssen die Debatte um Slop versus Raffinesse hinter uns lassen" , schreibt der CEO(öffnet im neuen Fenster) .
Nadellas Post hat einen gewissen Streisand-Effekt ausgelöst. Menschen bezeichnen Microsoft in sozialen Medien aktuell als Microslop. Das soll eine Anspielung auf Microsofts Kurs sein, in möglichst viele Produkte KI-Features einbauen zu wollen. KI-Assistenten finden User mittlerweile in Office, Azure und vielen Teilen von Windows – darunter auch Microsoft Paint oder Notepad. Das Unternehmen hat sogar eine ganze Produktkategorie entworfen, die sich auf KI konzentrieren soll: den Copilot+-PC.
Nadella sieht auch Probleme mit KI
"Ich werde ab jetzt Microsoft nur noch als Microslop für den Rest des Jahres 2026 bezeichnen" , schreibt User The Act Man auf X(öffnet im neuen Fenster) . Auch The-Verge-Redakteur Tom Warren ist mit dabei(öffnet im neuen Fenster) . Einige User denken sogar, dass Satya Nadella abtreten solle, bevor die KI-Blase platzt und die Strategie in sich zusammenbricht. Auf diversen Plattformen wird das Unternehmen mit Slop in Verbindung gebracht.
Der CEO selbst ist sich dabei auch offenbar bewusst, dass der Fortschritt bei KI aktuell den menschlichen Willen überholt, sich an das Nutzen von KI anzupassen. "Die Entwicklung von KI-Fähigkeiten überholt unsere derzeitige Fähigkeit, sie praxisnah einzusetzen" , schreibt Nadella im Blogpost.
In diesem Sinne ist der Begriff Microslop eine logische Folge: Viele Menschen wissen nicht, was sie mit den Modellen machen sollen, wobei vor allem Windows als zentrales Element immer größer und damit auch in Sachen Ressourcennutzung und Datensammelei unübersichtlicher wird.