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Wegen KI-Regulierung: Trump ruft Nvidia-Chef während Live-Auftritt an

Der Nvidia-CEO Jensen Huang steht KI-Regulierungen ebenfalls ablehnend gegenüber.
/ Mike Faust
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Nvidia-Chef jensen Huang auf dem G20-Innovationsgipfel in Chapel Hill, North Carolina, USA am 2. September 2026 (Bild: Reuters)
Nvidia-Chef jensen Huang auf dem G20-Innovationsgipfel in Chapel Hill, North Carolina, USA am 2. September 2026 Bild: Reuters

Nvidia-Chef Jensen Huang hat während eines Auftritts auf der Wirtschaftskonferenz All-In Summit in Los Angeles einen Anruf von US-Präsident Donald Trump erhalten. Wie die New York Times berichtet(öffnet im neuen Fenster), erhielt Huang den Anruf von Trump direkt auf der Bühne. Huang schaltete das fünfminütige Telefonat auf Lautsprecher.

Trump kritisierte während des Anrufs lautstark Forderungen nach staatlicher Regulierung oder einer Verlangsamung von künstlicher Intelligenz und bezeichnete die Befürchtungen, dass Roboter die Welt übernehmen könnten, als Schwindel. Er warnte zudem, dass eine Drosselung der Entwicklung politischen Gegnern sowie China in die Hände spielen würde, und betonte, dass er eine gesamte Industrie keinesfalls stoppen werde.

Der Anruf war eine Reaktion auf die Debatte um ein Essay von Dario Amodei, dem Chef des KI-Unternehmens Anthropic, in dem dieser dazu aufgerufen hatte, die KI-Entwicklung zu verlangsamen, unabhängige Sicherheitsprüfer einzusetzen und staatliche Regulierungen einzuführen. Führungskräfte anderer großer KI-Labore, wie OpenAI, SpaceX und Google Deepmind schlossen sich Amodei im Grundsatz an.

Huang bezweifelt wissenschaftliche Grundlage für Prognosen

Huang zeigte sich gegenüber den düsteren Prognosen skeptisch und bezweifelte deren wissenschaftliche Grundlage. Er betonte, dass KI-Labore wie Anthropic und OpenAI ihre Entwicklung jederzeit freiwillig drosseln könnten, wenn sie das Gefühl hätten, die Kontrolle zu verlieren, anstatt nach staatlichen Eingriffen zu rufen.

Innerhalb der KI-Branche lösten die Gespräche über eine gemeinsame Verlangsamung der Technologieentwicklung auch rechtliche Bedenken aus. OpenAI-Führungskräfte befürchteten etwa, dass eine konzertierte Drosselung als illegale Absprache unter Kartellrecht gewertet werden könnte.

Die Auseinandersetzung hat sich mittlerweile zu einem zentralen Thema im Vorfeld der bevorstehenden US-Zwischenwahlen entwickelt. Vertreter von Anthropic und OpenAI reisen in dieser Woche nach Washington, um vor Gesetzgebern für Regulierungsrahmen und Sicherheitsansätze zu werben.


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