Wegen KI Bug Reports: Ubuntu liefert wöchentlich neuen Kernel
Künstliche Intelligenz hat die Suche nach Programmfehlern grundlegend verändert. Der Einsatz von KI fördert Bugs in zuvor ungekannter Geschwindigkeit zutage, was Open-Source-Entwickler vor ganz neue Herausforderungen stellt. Auch wenn die Lücken behoben sind, dauert es oft noch lange, bis die Korrekturen bei Nutzern ankommen.
Um dem Rechnung zu tragen, hat Canonical, das die Linux-Distribution Ubuntu veröffentlicht, seinen Release-Zyklus beschleunigt(öffnet im neuen Fenster). Der soll für den Kernel künftig nur noch zwei statt bislang vier Wochen dauern. In der ersten Woche werden die aufgenommenen Änderungen festgelegt, es erfolgen grundlegende Tests. In der zweiten Woche erfolgen umfangreiche Kompatibilitätstests.
Die beiden Phasen überlappen sich dabei: Während eine Kernel-Version noch ausgiebig getestet wird, wird bereits die nächste vorbereitet. Im Ergebnis wird so jede Woche eine neue Kernel-Version veröffentlicht, Fehlerkorrekturen landen nach zwei Wochen bei Ubuntu-Nutzern.
Noch schneller mit Vorabversion
Doch es geht auch noch schneller: Bereits nach der ersten Woche wandert ein neuer Kernel in Ubuntus Proposed-Zweig(öffnet im neuen Fenster). Hierüber werden Pakete bereitgestellt, welche die umfangreichen Tests auf verschiedenster Hardware noch nicht abgeschlossen haben. Nutzer mit hohen Sicherheitsanforderungen sollen so besonders schnell einen abgesicherten Kernel bekommen.
Um nach Bekanntwerden einer Lücke schnell Sicherheit herzustellen, will Ubuntu zudem künftig binnen 24 bis 48 Stunden Workarounds bereitstellen. Die sollen zunächst ein Ausnutzen der Lücke verhindern oder zumindest erschweren, bis ein Patch bereitsteht.
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