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Wegen Jimmy-Kimmel-Absetzung: Lost-Schöpfer beteuert, nicht mehr mit Disney zu arbeiten

Die plötzliche Einstellung der Late-Night-Show Jimmy Kimmel Live schlägt weitere Wellen. Zahlreiche Prominente haben sich mit Kimmel solidarisch erklärt.
/ Peter Osteried
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Damon Lindelof schuf unter anderem Lost und The Leftovers. (Bild: Unique Nicole/Getty Images)
Damon Lindelof schuf unter anderem Lost und The Leftovers. Bild: Unique Nicole/Getty Images

Der amerikanische Sender ABC hat die Late-Night-Show Jimmy Kimmel Live mit sofortiger Wirkung aus dem Programm genommen. Es hatte zum einen negative Äußerungen wegen Kimmels Kommentaren in Hinblick auf Charlie Kirk gegeben, mehr aber noch darauf, wie dessen Ermordung von den Republikanern politisch genutzt werde. Zahlreiche Prominente setzten sich bereits für die freie Meinungsäußerung und damit auch für Jimmy Kimmel ein. Damon Lindelof, der für ABC einst Lost entwickelte, erklärte auf X(öffnet im neuen Fenster) , dass er schockiert, traurig und zornig ist. Er werde nicht mehr mit Disney zusammenarbeiten, solange die Show nicht wieder im Programm aufgenommen sei, wie Variety(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Druck auf Disney

Disney traf die Entscheidung, die Sendung einzustellen, nachdem der Chairman der Federal Communications Commission gedroht hatte, in Hinblick auf die Senderlizenz Maßnahmen gegen ABC zu treffen. Dazu kam Nexstar Media, dem viele mit ABC verbundene Sender gehören, und drohte, Jimmy Kimmel Live nicht auf ihren Sendern zu zeigen.

Lindelof erklärt in seinem langen Posting: "Wenn ihr jetzt in den Kommentaren loshetzen wollt, dann fragt euch selbst, ob ihr den Unterschied zwischen Hatespeech und einem Witz kennt. Ich glaube, ihr tut es."

Schon am Dienstag schlug Filmemacher Boots Riley vor, dass die Directors Guild of America einen Streik gegen Disney und alle zum Konzern gehörenden Firmen ausrufen sollte: "Wenn die DGA ihre Mitglieder nicht mehr für ABC/Disney/Hulu/Marvel arbeiten lässt, bis die Kimmel-Entscheidung zurückgezogen wird, wird das innerhalb von wenigen Stunden passieren" , so Riley auf X(öffnet im neuen Fenster) . Er verwies auf einen anderen Streik der DGA, der zeige, wie mächtig die Gewerkschaft sei. Damals dauerte es nur 19 Stunden, bis ihre Forderungen erfüllt wurden.

Die anderen Gewerkschaften

Die Writers Guild of America und die SAG-AFTRA stellten sich bereits hinter Kimmel. Beide betonten, dass das Recht zu sagen, was man möchte, Ausdruck eines freien Volkes ist. "Das darf nicht verweigert werden, weder durch Gewalt, noch durch den Missbrauch von Regierungsgewalt oder durch die Feigheit von Konzernen."


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