Wegen der Tesla-Files: Tesla kündigt Maßnahmen zum Datenschutz an

Tesla hat auf das Datenleck reagiert und Maßnahmen zum Datenschutz angekündigt. Damit gibt der US-Elektroautohersteller indirekt zu, dass es an der Stelle Nachholbedarf gibt.
Die Unternehmensführung hat eine Mitteilung an die Beschäftigten verschickt, in der sie die Datenschutzmaßnahmen ankündigt. Dazu gehört unter anderem, Zugriffsrechte genauer zu kontrollieren und strenger zu handhaben, wie das Handelsblatt berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Der Wirtschaftstageszeitung liegt das Schreiben vor.
Die Schwachstelle lag laut Handelsblatt in Jira, einer Software des australischen Software-Herstellers Atlassian für Projektmanagement und Fehlerverwaltung. Jeder, der über eine gültige Tesla-Mailadresse verfügt habe, habe Zugriff auf das System bekommen, hieß es in dem Schreiben der Tesla-Führung. "Auf Wunsch unserer Rechtsabteilung wird die automatische Registrierung deaktiviert."
Rechte sollen restriktiv vergeben werden
Künftig muss der Zugriff beantragt werden. Die Administratoren müssten die Rechtevergabe prüfen und sollten den Zugriff eingeschränkt und nur bei Bedarf gewähren. Die Beschäftigten wurden aufgerufen, keine vertraulichen personenbezogenen Daten bei Jira hochzuladen.
Das Handelsblatt machte das Datenleck im Mai öffentlich : Die Zeitung hatte rund 100 GByte an internen Unternehmensdaten erhalten. Mutmaßlich hatten sie zwei ehemalige Mitarbeiter der Zeitung weitergegeben .
Zu den Tesla-Files gehörten unter anderem personenbezogene Daten von Beschäftigten, darunter Angaben zu Gehältern und Kunden, aber auch Dokumente zu Unfällen mit dem Autopiloten sowie zu technischen Problemen bei der Entwicklung des Cybertruck .
Mit den Tesla-Files beschäftigen sich mehrere Datenschutzbehörden in Europa und den USA. Tesla meldete das Datenleck in seinem Quartalsbericht an die Börsenaufsicht United States Securities and Exchange Commission. Der Elektroautohersteller hat nach eigenen Angaben die beiden ehemaligen Mitarbeiter, die die Tesla-Files weitergegeben haben sollen, verklagt.



