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Wegen Corona-Pandemie: E-Highway ist derzeit nur eingeschränkt nutzbar

Elektro-Lkw und Reparaturexperten dürfen nicht an die Strecke bei Frankfurt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
E-Highway in Hessen bei Frankfurt: Scania-Mitarbeiter dürfen nicht zu Abschlusstests anreisen.
E-Highway in Hessen bei Frankfurt: Scania-Mitarbeiter dürfen nicht zu Abschlusstests anreisen. (Bild: Hessen mobil)

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt für den hessischen E-Highway das Pilotprojekt einer Autobahn mit Oberleitung: Wegen der Reisebeschränkungen können Oberleitungs-Lkw (O-Lkw) nicht ausgeliefert werden. Zudem kann ein Schaden an der Stromtrasse nicht behoben werden.

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Im Januar war bei einem Unfall die Oberleitung auf einer Seite der Autobahn A5 zwischen Langen/Mörfelden und Darmstadt/Weiterstadt beschädigt worden. Seither können die O-Lkw nur in einer Richtung elektrisch fahren. Deshalb werden zurzeit auch weniger Testfahrten durchgeführt. Die Instandsetzung verzögere sich jedoch. Wegen der Reisebeschränkungen könnten Spezialteams die Reparaturarbeiten nicht durchführen, sagte Frauke Werner von der Verkehrsbehörde Hessen Mobil der Nachrichtenagentur Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Scania hat Lieferschwierigkeiten

Zudem fehlt es an O-Lkw. Seit dem Start des Projekts vor gut einem Jahr sind zwei der Fahrzeuge unterwegs. Die Auslieferung von zwei weiteren ist momentan nicht möglich. Die O-Lkw werden von Scania gebaut. Die schwedische VW-Tochter ist aber mit der Lieferung im Verzug: Geplant war, dass zum Projektstart im Mai vergangenen Jahres fünf Fahrzeuge einsatzbereit sind.

O-Lkw Nummer drei und vier sollten im Februar und März dieses Jahres ausgeliefert werden. "Die beiden Fahrzeuge sind bereits in Deutschland und haben die ersten Tests erfolgreich abgeschlossen", sagte Werner. Sie könnten aber nicht an die Spedition übergeben werden, weil noch letzte Tests durchgeführt werden müssten. Die Scania-Mitarbeiter dürften "bereits seit einigen Wochen nicht reisen". Die hessische Verkehrsbehörde rechnet mit einer weiteren Verzögerung um mehrere Wochen.

"Das Konsortium prüft Möglichkeiten, die Anzahl der Fahrten nach der Normalisierung der Lage zu erhöhen, damit der Feldversuch - über den gesamten Versuchszeitraum betrachtet - in geplantem Umfang stattfinden kann", sagte Werner der dpa. Das Projekt läuft noch bis Ende 2022.

Das hessische ist eines von drei E-Highway-Projekten in Deutschland: In Schleswig-Holstein wurde die A1 zwischen Reinfeld und Lübeck elektrifiziert. Den ersten O-Lkw hat Scania Ende Dezember 2019 übergeben. In Baden-Württemberg soll eine Oberleitung auf der Bundesstraße 462 bei Rastatt nahe Karlsruhe gebaut werden. Ein Pilotprojekt in Mittelschweden läuft bereits seit 2016. Ziel des Projektes ist es, die Schadstoffemissionen im Gütertransport zu senken.

Die Sattelschlepper haben einen konventionellen Dieselmotor und einen elektrischen Antriebsstrang. Auf Strecken mit einer Oberleitung fahren sie elektrisch und laden ihren Akku. Verlässt der O-Lkw die elektrifizierte Strecke, schaltet er auf Akkubetrieb um. Da der Akku vergleichsweise klein ist, bietet er nur wenig Reichweite. Wenn er leer ist, springt der Dieselmotor an.

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maxule 06. Apr 2020

Zumal die Frage ungeklärt ist, wieviele Umspannwerke man entlang der Autobahnen bauen...


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