Wegen Copilot: Linux-Distribution Gentoo will weg von Github

Glaubt man Github, so macht die eigene KI Copilot-Entwickler deutlich produktiver(öffnet im neuen Fenster) . Viele Entwickler jedoch sind unzufrieden mit der KI-Integration(öffnet im neuen Fenster) : Fluten automatisch gemeldeter Bugs , fehlende Verantwortung für schlechten Code, automatisches Einbeziehen des Codes aller öffentlichen Repositories, das Risiko, vertraulichen Code durch Fehler unwiderruflich zu veröffentlichen – die Gründe sind vielfältig.
Auch die Entwickler der Linux-Distribution Gentoo sind von Copilot alles andere als begeistert und wollen deswegen sogar weg von Github. Die kontinuierlichen Versuche, ihren Repositories Copilot aufzuzwingen, hätten den Anstoß zu dieser Überlegung gegeben, schreiben sie im Rückblick auf das Jahr 2025(öffnet im neuen Fenster) . Aktuell würden Pläne für einen Umzug erarbeitet, einen Zeitplan dafür nennen die Entwickler noch nicht. Von Github soll es zu Codeberg(öffnet im neuen Fenster) gehen, einem Community-Projekt, getragen von einem Berliner Verein.
Github nutzt Gentoo lediglich als Spiegel des selbst gehosteten Git, auch für das Bug-Tracking nutzt das Projekt eigene Infrastruktur. Nutzer können hierüber allerdings Pull-Requests stellen, um eigenen Code einzubringen. Neben mehr Sichtbarkeit sollte es die Präsenz auf Github insbesondere bereits dort registrierten Nutzern erleichtern, zum Projekt beizutragen.
Dass der Umzug von Gentoo zu einer Massenabwanderung von Github führt, erscheint allerdings unwahrscheinlich. Laut Statistiken von W3Techs kommt die Distribution bei Web Servern auf einen Anteil von 0,1 Prozent (Daten für 2025(öffnet im neuen Fenster) mit hoher Unsicherheit) bis 0,5 Prozent ( Daten für 2024(öffnet im neuen Fenster) ). Gentoo liegt damit weit hinter Debian und dem davon abgeleiteten Ubuntu, auch CentOS ist zumindest im Server-Bereich verbreiteter. Für Desktop-Systeme fehlen entsprechende Statistiken.