Wegen Börsengang: Kein Geld mehr von Nvidia für Anthropic und OpenAI
Nvidia wird kein weiteres Geld in Anthropic und OpenAI investieren. Für das Unternehmen schließen sich die Investitionsmöglichkeiten in beide KI-Firmen, sobald diese an die Börse gehen, sagte Nvidia-CEO Jensen Huang laut CNBC(öffnet im neuen Fenster) auf der Morgan Stanley Technology, Media and Telecom Conference.
Huang fügte hinzu, dass die Grundlage für die gegenseitigen Investitionsvereinbarungen zwischen beiden Unternehmen vom September 2025 ebenfalls nicht mehr gegeben sei. Dieses Abkommen stand bereits seit längerem in der Kritik , da Nvidia angab, 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI investieren zu wollen und OpenAI im Gegenzug den Kauf von KI-Chips im Wert von 100 Milliarden US-Dollar von Nvidia zusicherte.
Auch soll eine Investition über 10 Milliarden US-Dollar in Anthropic laut Huang voraussichtlich die letzte sein. Weder Nvidia noch Huang äußerten sich zu den Gründen. Ohne Nvidia dabei zu benennen, verglich Anthropic-CEO Dario Amodei etwa zwei Monate nach der Investitionsvereinbarung den Verkauf von Hochleistungs-KI-Chips an chinesische Kunden allerdings mit dem Verkauf von Atomwaffen an Nordkorea.
Anthropic und OpenAI entwickeln sich unterschiedlich
Nvidia hält Anteile an zwei Unternehmen, die sich in sehr unterschiedliche Richtungen entwickeln. Während Anthropic seine Nutzungsbedingungen auch gegenüber der US-Regierung verteidigt und dafür auf Verträge im Wert von 200 Millionen US-Dollar verzichtet , biederte sich OpenAI an, um genau diese Lücke zu füllen .
Die Begründung von Jensen Huang, dass weitere Investitionen in Anthropic und OpenAI durch deren geplante Börsengänge verhindert würden, ist nur zum Teil nachvollziehbar. Zum einen verdient Nvidia bereits sehr gut an beiden Unternehmen und könnte es daher schlicht nicht für nötig oder möglich halten, dass noch mehr Rendite erzielt werden kann.
Als privater Geldgeber könnte Nvidia aber auch noch bis kurz vor dem Börsengang investieren und seine Gewinne weiter steigern. Es könnte aber auch sein, dass Huang mit den geplanten Börsengängen eine willkommene Begründung dafür gefunden hat, aus einer immer komplizierter werdenden Situation auszusteigen.
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