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Weg von Windows: Kollektiv will Gaming-Kernel für Linux entwickeln

Das Open Gaming Collective nimmt sich vor, Spiele auf Linux besser kompatibel zu machen. Das benötigt mehr als nur Proton oder SteamOS .
/ Oliver Nickel
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Linux-Gaming interessiert viele Fans. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem)
Linux-Gaming interessiert viele Fans. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem / Pixabay-Inhaltslizenz

Gaming ist für Linux-User oft ein wichtiges Thema. Und Projekte wie Valves Proton haben die Kompatibilität vieler Spiele bereits verbessert. Die Teams mehrerer Linux-Projekte haben sich nun zusammengetan und das Open Gaming Collective gegründet. Diese Initiative soll Gaming auf Linux-Rechnern noch weiter vereinfachen.

Das Ziel: Entwickler von Distributionen sollen sich um den Betriebssystemteil kümmern, während ein vom Kollektiv erstelltes Framework sich um die Kompatibilität einzelner Gaming-Komponenten mit dem jeweiligen Betriebssystem kümmern soll. "Kurz gesagt: Wir alle werden mehr Zeit zum Spielen haben" , schreibt das Team auf der Webseite(öffnet im neuen Fenster) . Ein erstes zentrales Projekt ist ein OGC-Kernel, der sich auf Gaming fokussierte Elemente stützt.

Zu den Gründern zählen die Teams von Asus Linux, Shadowblip, PikaOS, Fyralabs und Universal Blue & Bazzite. Auch eine Github-Seite(öffnet im neuen Fenster) wurde für das Open Gaming Collective bereits eröffnet. Dort sind aktuell noch nicht viele Repositories zu finden. Das Projekt befindet sich noch in den Anfängen.

Kernel für bessere Spielekompatibilität

Trotz Tools wie Proton ist Gaming auf Linux weiterhin teils Bastelarbeit. Das fängt bei der Komposition der Hardware an, da nicht alle großen Unternehmen vernünftige Linux-Treiber entwickeln und sich User deshalb in Foren austauschen, welche GPUs am besten funktionieren. Typischerweise sind Nvidia-Grafikkarten am schlechtesten mit Linux kompatibel, da die Treiber meist nicht sehr gut optimiert sind. Der Youtube-Kanal Linus Tech Tips fand auch heraus(öffnet im neuen Fenster) , dass die Leistung unter Linux oft auch schlechter ist als unter Windows mit gleicher Hardware.

Zusätzlich dazu ist es wichtig, auch Drittprogramme, die nicht Teil eines Spiels sind, zu unterstützen. Kernel-Level-Anti-Cheat-Programme funktionieren etwa auf dem Steam Deck nicht richtig, weshalb teils große Titel wie Battlefield 6, League of Legends und Valorant nicht auf Linux laufen. Es wird sich zeigen, inwiefern das OGC-Projekt all dies verbessern kann.


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