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Weg von Intel 7: Intel drängt PC-Hersteller, Intel-18A-CPUs zu verbauen

Intel will seine DUV-Fertigung lieber für Server-CPUs statt Consumer-Modelle nutzen. PC-Hersteller berichten von fragwürdigen Geschäftspraktiken.
/ Johannes Hiltscher
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Eine Panther-Lake-CPU in der größten Ausbaustufe (Bild: Johannes Hiltscher/Golem.de)
Eine Panther-Lake-CPU in der größten Ausbaustufe Bild: Johannes Hiltscher/Golem.de

Mit Panther Lake und jüngst Wildcat Lake hat Intel sein Prozessorportfolio komplett neu aufgestellt. Nachdem mehrere CPU-Generationen größtenteils von TSMC kamen, dominiert zumindest im Notebook-Segment wieder die eigene Fertigung. In Verkaufsstatistiken sind aber weiter ältere Prozessoren der 13. Core-Generation stark präsent. Das will Intel ändern und drängt PC-Hersteller laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei Asia(öffnet im neuen Fenster) zur Nutzung neuerer Prozessoren.

Denn die alten Modelle blockieren bei Intel eine wichtige Ressource: Kapazitäten der 7-nm-Fertigung (Intel 7), des letzten DUV-Prozesses des Unternehmens. Die nutzt Intel auch für die IO-Tiles seiner Server-Prozessoren ab den Familien Granite Rapids und Sierra Forest. Sapphire Rapids setzt noch komplett auf den DUV-Prozess. Diese Ressourcen benötigt Intel dringend, da das Unternehmen insbesondere bei Server-CPUs aktuell die Nachfrage nicht decken kann.

Trotz Preissteigerungen auch im Consumer-Segment bleiben Server-Prozessoren für Intel attraktiver. Hier ist die Marge teils deutlich höher.

Hersteller müssen Intel-18A-CPUs kaufen

Für die PC-Hersteller hingegen ergibt sich eine schwierige Situation: Die neuen Prozessoren aus Intels 18A-Fertigung seien teurer als ältere Intel-7-Modelle, sagten Vertreter von Herstellern der Zeitung. Damit müssten nicht nur Mainboards neu entworfen werden, es müssten insgesamt höherwertige Komponenten verbaut werden, um den höheren Preis zu rechtfertigen.

Laut einem leitenden Angestellten sollen die Hersteller im vergangenen Jahr einige Panther-Lake-Laptops entworfen haben – als Entgegenkommen an Intel, da sie ins Premiumsegment fielen. Nun fahre Intel aber bei Bestellungen eine neue Strategie: Anfragen nach Intel-7-CPUs würden gekürzt und mit Intel-18A-Modellen kombiniert, sagte der Angestellte der Zeitung zufolge. Die Hersteller würden vor die Wahl gestellt, das Angebot anzunehmen, andernfalls werde es an andere Kunden vergeben.

Die aktuell bereits angespannte Liefersituation bei Prozessoren lasse den Herstellern keine andere Wahl, als vermehrt auf Intels Core Series 3 zu setzen – und damit höherpreisige Notebooks. Anders als beim teuren Speicher lasse sich das nicht kompensieren. Man könne zwar ein Gerät mit weniger RAM ausstatten, aber nicht ohne CPU verkaufen, so ein Firmenvertreter. Die Einschätzungen gehen an dieser Stelle allerdings auseinander: So sprach ein Vertreter eines großen PC-Herstellers gegenüber Nikkei Asia von einer Verbesserung der Versorgungssituation bei Prozessoren.


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