Week Roll Over: GPS-Geräte könnten über Nacht lahmgelegt werden

Weil die Wochenzählung zurückgesetzt wird und ein Format geändert wird, können einige ältere Navigationssysteme und andere GPS-Geräte in der Nacht auf Sonntag Probleme bekommen.

Artikel veröffentlicht am ,
Einige Auto-Navigationssysteme können vom GPS-Roll-Over lahmgelegt werden.
Einige Auto-Navigationssysteme können vom GPS-Roll-Over lahmgelegt werden. (Bild: Harold Cunningham/Getty Images)

Rund alle 20 Jahre steht das Global Position System (GPS) vor dem sogenannten Week Roll Over. Dabei geht es um die Wochenzählung, die von einigen Endgeräten mit zur Navigation verwendet wird. Weil dieser Zeitstempel derzeit in einer 10-Bit-Variablen gespeichert wird, müssen die Satelliten den Wert nach 1023 Wochen auf null zurückstellen - und das geschieht in Mitteleuropa am Morgen des 7. April 2019 um 1.59 Uhr.

Stellenmarkt
  1. IT Systemadministrator (m/w/x) - IT Inhouse
    über grinnberg GmbH, Frankfurt am Main
  2. Fachinformatiker oder Informatiker (w/m/d) für Medizinische Fachsysteme und ehealth - Schwerpunkt ... (m/w/d)
    Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
Detailsuche

Bei dem aktuellen Week Roll Over wird gleichzeitig das System auf 13 Bit umgestellt. So kann es 8192 Wochen zählen, das nächste Zurücksetzen ist also erst in 156 Jahren nötig. Bei einigen älteren Navigationssystemen kann das aber zu Problemen führen, weil sie mit dem neuen Format nicht klarkommen.

Der ADAC hat sich bei den wichtigsten Anbietern von Navigationssystemen und bei Autoherstellern nach möglichen Problemen erkundigt. Garmin erwartet "voraussichtlich keine Beeinträchtigungen", Navigon verwendet für die Routenberechnung keine Kalenderwochen - ist also ebenfalls nicht betroffen.

Etwas anders sieht es bei Tomtom aus, hier können einige ältere Navigationssysteme tatsächlich Schwierigkeiten machen. Besitzer können auf der offiziellen Webseite des Herstellers anhand der Modellbezeichnung herausfinden, ob ihr Gerät betroffen ist und ob es ein Update gibt.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    20.-24.06.2022, virtuell
  2. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ähnlich ist die Lage bei einigen wenigen älteren Geräten von Renault, nämlich den Multimediasystemen R-Link und R-Link Evolution, sowie bei von Renault verbauten Navis des Typs Carminat von Tomtom. Unter anderem könne es passieren, dass es keine Informationen zur voraussichtlichen Ankunftszeit gibt; das Tomtom-Gerät könne sogar vollständig stillstehen.

Weitere Informationen und eine Anleitung zum Aufspielen neuer Firmware sind direkt bei Renault und auf einer weiteren Webseite von Tomtom verfügbar. Die Navigationssysteme in den Autos der anderen großen Hersteller sind nach aktuellem Informationsstand nicht betroffen, bei einigen sollte aber die im Normalfall schon seit Jahren überarbeitete Systemsoftware installiert sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


treysis 24. Mai 2019

Nö, nix Neues. Evtl. lässt sich auch ohne TomTom eine Lösung finden. Das Problem für das...

treysis 12. Apr 2019

So komplex auch wieder nicht. Klar, ist abhängig davon, wie genau du das aufgelöst haben...

treysis 12. Apr 2019

Was heißt "funktioniert noch"? Die Positionsbestimmung sollte hinhauen. Aber Datum (und...

kendon 11. Apr 2019

Und die sind vom aktuellen Problem betroffen? Natüüüürlich. Dann hast Du entweder das...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Optibike
E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro

Das E-Bike Optibike R22 Everest setzt mit seinen zwei Akkus auf Reichweite.

Optibike: E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro
Artikel
  1. Krypto-Kriminalität: Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin
    Krypto-Kriminalität
    Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin

    Deutsche und internationale Behörden suchen nach den Hintermännern und -frauen von Onecoin. Der Schaden durch Betrug mit der vermeintlichen Kryptowährung geht in die Milliarden.

  2. Hassrede: Bayern will soziale Netzwerke bestrafen
    Hassrede
    Bayern will soziale Netzwerke bestrafen

    Der bayrische Justizminister fordert, bei der Verbreitung von Hassrede auch die Betreiber von sozialen Medien stärker zur Verantwortung zu ziehen.

  3. Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
    Prehistoric Planet
    Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

    Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
    Ein IMHO von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 870 QVO 1 TB 79€ • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Alternate (u. a. Recaro Rae Essential 429€) • Gigabyte RTX 3080 12 GB ab 1.024€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • SanDisk Ultra microSDXC 256 GB ab 14,99€ • Sackboy 19,99€ [Werbung]
    •  /