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Wedium: Unabhängiges soziales Netzwerk mit Identitätsprüfung startet

Ein deutsches Start-up hat die Tiktok -Alternative Wedium entwickelt – ohne Abhängigkeiten von den USA und mit einer Identitätsprüfung.
/ Tobias Költzsch
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Das neue soziale Netzwerk Wedium (Bild: Wedium)
Das neue soziale Netzwerk Wedium Bild: Wedium

Die Betaversion des neuen sozialen Netzwerks Wedium soll am 25. März 2026 an den Start gehen. Wedium(öffnet im neuen Fenster) setzt auf Kurzvideos und sieht sich als eine Alternative zu den großen Netzwerken wie Tiktok. Es setzt auf die Vermeidung toxischer Inhalte, Server in Deutschland sowie eine Identitätsprüfung bei der Anmeldung.

Für diese Verifizierung soll ein DSGVO-konformer Prozess verwendet werden, wie die Betreiber auf ihrer Webseite erklären. Für die Überprüfung der persönlichen Daten wird das deutsche Unternehmen WebID verantwortlich sein. Über die persönliche Anmeldung will Wedium Fakekonten sowie Hass eindämmen; die Angabe des Klarnamens ist dabei nicht notwendig.

Gegründet wurde das neue soziale Netzwerk unter anderem vom Leiter der Berliner Werbeagentur Glow, Johannes Meisner. Den Angaben der Gründer zufolge war die Amtseinführung von Donald Trump am 20. Januar 2025, mit den Chefs der bekannten Tech- und Social-Media-Unternehmen in der ersten Reihe , ausschlaggebend für die Gründung von Wedium. Sie wollten ein neues, unabhängiges Netzwerk erstellen.

Von den USA unabhängiges europäisches Projekt

Entsprechend soll das Netzwerk von den USA unabhängig sein und ist den Machern zufolge ein zu 100 Prozent europäisches Projekt. Der Quellcode ist eine komplette Eigenentwicklung. Künftig sollen Werbeeinnahmen die Plattform finanzieren, zudem wird es ein Abo geben. Wer Wedium ohne Werbung verwenden möchte, zahlt 9 Euro im Monat.

Wedium wird zwei unterschiedliche Feeds haben: einen, auf dem nur die Beiträge der gefolgten Personen angezeigt werden, und einen zweiten, der weitere möglicherweise interessante Inhalte enthält. Diese Algorithmen sollen nicht süchtig machen und keine toxischen Inhalte pushen, um Reichweite zu generieren. Bei der Programmierung der Algorithmen lässt sich das Unternehmen von einem Ethikrat beraten.

Creator auf Wedium sollen zudem ab dem ersten Post Geld verdienen. Die Bezahlung erfolgt nach einem Punktesystem; ab dem ersten Like gibt es demnach Wedium-Points. Je nachdem, wie hoch die Werbeeinnahmen in einem bestimmten Zeitraum ausfallen, werden Creator anhand ihrer gesammelten Punkte daran beteiligt.


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