Die Maschine der Zukunft ist Jarvis aus dem Marvel-Universum

Golem.de: Sie arbeiten mit ERP-Systemen daran, Geschäftsprozesse digital zu vereinfachen. Wie sieht die Software der Zukunft für Sie in diesem Bereich aus?

Stellenmarkt
  1. Senior Project Manager Data Center & Cloud (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, verschiedene Standorte
  2. Qualitätsmanager (m/w/d)
    Karl Simon GmbH & Co. KG, Aichhalden
Detailsuche

Özdil: Smarte Software. Software, mit der man auch ohne Tastatur und Maus arbeiten kann, die versteht, was wir wollen, und hochautomatisiert Dinge für Anwender erledigt, ohne dass diese immer eingreifen müssen. Das ist unsere Vision der nächsten ERP-Generation, an der wir bereits arbeiten.

Golem.de: Welches technische und rechtliche Problem würden Sie in Ihrem ERP-Geschäft gerne lösen, wenn Sie einen Wunsch frei hätten?

Özdil: Technisch: Jarvis - aus den Marvel-Filmen - für Business Software. Wir arbeiten daran. Die Maschine, die zuhört, versteht und Anweisungen korrekt ausführt. Rechtlich: mehr Flexibilität bei Personalfragen, insbesondere auch Mitarbeiterbeteiligungen am Unternehmenserfolg.

Golem Akademie
  1. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    13.–16. Dezember 2021, virtuell
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14.–15. Oktober 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Golem.de: Wie genau sieht diese Jarvis-Lösung konkret aus?

Özdil: Wir arbeiten seit einiger Zeit im Hintergrund an Harmony, einem digitalen Mitarbeiter, der zukünftig in fünf Stufen Anwendern helfen wird, ihren Alltag zu meistern. In der ersten Stufe ist unser KI-basierter digitaler Assistent ein Trainee, der vor allem Informationen bereitstellt. In späteren Ausbaustufen wird der Assistent auch alleine Entscheidungen treffen und stärker aktiv unterstützen.

Golem.de: Wie stellen Sie die Codequalität für ein Projekt sicher?

Özdil: Durch kontinuierliche Reviews und Feedback an die Entwickler. Softwarearchitekten reviewen jede Änderung bei uns und sprechen über die Ergebnisse mit dem jeweiligen Entwickler. So stellen wir eine kontinuierliche Verbesserung sicher. Darüber hinaus haben wir ein eigenes QA-Team und fachliche Abnahmen durch Produktmanager.

Golem.de: Befassen Sie sich mit Fragen zur Code-Ethik? Vor allem in Hinblick auf AI/Datenbasis/Vorurteile?

Özdil: Schubladen oder Vorbehalte habe ich als Kind mit Migrationshintergrund leider selbst häufig genug erfahren müssen. Ich selbst wollte mich immer gegen dieses Denken beweisen. Sollte ich diesbezüglich Defizite erkennen, würde ich sofort gegensteuern.

Golem.de: Was macht man gegen wütende codende weiße Männer?

Özdil: Auf unterschiedliche, durchmischte Teams setzen.

"Wir müssen das Rad nicht neu erfinden"

Golem.de: Wie entscheiden Sie, ob Sie Software einkaufen oder Ihre eigene intern entwickeln?

Özdil: Die Infrastruktur, die wir als Unternehmen und Team brauchen, kaufen wir ein - wir müssen das Rad nicht neu erfinden! Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft, unsere cloudbasierte ERP-Plattform. Hier machen wir alles selbst und bieten die REST-API als Schnittstelle für die Community an.

Golem.de: Wie wurde die global verteilte API entworfen?

Özdil: Ein API-Layer, auch auf einer skalierbaren verteilten Plattform, die Anfragen aufnimmt und an die weltweit verteilten Plattformen weiterleitet: Das ist unsere aktuelle Architektur und die funktioniert gut. Performance, Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit haben wir über diesen Ansatz mit zwei Rechenzentrumsstandorten in der Schweiz und in Deutschland im Griff.

Golem.de: Wie würden Sie eine SQL-Datenbank skalieren?

Özdil: Eine Datenbank in großem Maßstab zu skalieren, wie es bei uns notwendig wäre, halten wir nicht für sinnvoll. Deshalb setzt unsere Multi-Tenancy-Architektur auf Cluster. Wir nennen das Stacks, die in sich geschlossen alles besitzen, um Tausende Kunden zu bedienen. Die Skalierung erfolgt über viele Stacks.

Oster-Angebote bei Amazon bis zum 31. März.

Golem.de: Wie wichtig ist Open Source bei Ihrer Arbeit am ERP-System?

Özdil: Sehr wichtig. Ohne diese Komponente hätten wir keine Community! Durch REST-APIs lassen sich mit der Community Programme und Hardware einbinden.

Golem.de: Setzen Sie auf eigene Server oder Cloudanbieter?

Özdil: Wir sind ein Cloudunternehmen und wir machen mit unserem Produkt andere zu Cloudunternehmen. Unsere Software läuft in angemieteten Rechenzentren, unsere eigene Infrastruktur auf Servern der Dienstleister.

Golem.de: Welche Entwicklungsprozesse würden Sie automatisieren, wenn Sie könnten?

Özdil: QA. Aktuell kann man mit automatisierten Tests nicht alles abdecken. Es wäre wünschenswert, automatisierte Tests durchzuführen, die automatisiert Issues für Entwickler erzeugen, um nachzuarbeiten.

Golem.de: Welche Technologien finden Sie für die nächsten Jahre am spannendsten - unabhängig von ERP?

Özdil: Die Eroberung der Luft als Transportmöglichkeit für eine breitere Masse an Menschen bei gleichzeitigem Umstieg auf ökologische nachhaltige Antriebstechnologien wie Wasserstoff oder auch Elektroantriebe.

Golem.de: Zum Schluss bitte ich Sie noch um ein paar ganz schnelle Antworten. Denken Sie nicht lange nach, schießen Sie einfach los!

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Die Deutschen sind zu perfektionistischWindows oder Linux? Android oder iOS? Luke oder Han? 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


cc68 17. Mai 2021

ist ja an sich ganz schön und eigentlich gibt es viele tolle Funktionen. Dann gibt es...

peterson78 15. Mai 2021

Naja, immerhin lassen sich CRM-Kontakte Leads, Interessenten zwischen weclapp und...

supersux 10. Mai 2021

Quark, Gehälter auf Marktniveau sind zwar nicht besonders interessant, aber eben auch...

luoc 02. Mai 2021

Herzlichen Glückwunsch zum ersten Beitrag :)

/lib/modules 01. Mai 2021

Hehe, dachte ich mir auch. Naja - soll er halt seine vendor-login Bude bewerben. Es gibt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Softwarepatent
Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
Ein Bericht von Stefan Krempl

Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
Artikel
  1. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

  2. Fusionsgespräche: Orange und Vodafone wollten zusammengehen
    Fusionsgespräche
    Orange und Vodafone wollten zusammengehen

    Die führenden Netzbetreiber in Europa wollen immer wieder eine Fusion. Auch aus den letzten Verhandlungen wurde jedoch bisher nichts.

  3. Spielfilm: Matrix trifft Unreal Engine 5
    Spielfilm
    Matrix trifft Unreal Engine 5

    Ist der echt? Neo taucht in einem interaktiven Programm auf Basis der Unreal Engine 5 auf. Der Preload ist bereits möglich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Weihnachtsgeschenkt (u. a. 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen) • PS5 & Xbox Series X mit o2-Vertrag bestellbar • Apple Days bei Saturn (u. a. MacBook Air M1 949€) • Switch OLED 349,99€ • Saturn-Advent: HP Reverb G2 + Controller 499,99€ • Logitech MX Keys Mini 89,99€ [Werbung]
    •  /