Wechselobjektive: Apple patentiert Objektiv-Bajonett fürs iPhone
Zwar gibt es schon zahlreiche Objektive zum Aufsetzen auf Smartphone-Kameras, doch Apples Idee mit einem Bajonettsystem geht noch einen Schritt weiter. Bei der in der Patentschrift beschriebenen Technik wird das Objektiv genauso verschraubt wie bei einer normalen DSLR- oder Systemkamera ohne Spiegel. Dabei greifen jeweils zwei Innen- und zwei Außenringe mit ausgeschnittenen Segmenten ineinander und rasten ungefähr nach einer Vierteldrehung ein.
Fällt das Smartphone zu Boden, soll sich die Verbindung zwischen iPhone und Objektiv dennoch lösen, um größere Schäden an beiden Teilen zu vermeiden. Diese Möglichkeit bieten herkömmliche Kameras nicht.
In der Praxis werden Aufsatzlinsen derzeit entweder mit einem magnetischen Ring, der zuvor um die Objektivöffnung des Smartphones geklebt wird, an der richtigen Position gehalten oder der Benutzer muss eine spezielle Hülle für sein Smartphone verwenden, die an der richtigen Stelle vor der Kamera einen Schraubverschluss bietet.
Im US-Patent 8,687,299(öffnet im neuen Fenster) beschreibt Apple eine Alternative, die nicht einmal voraussetzt, dass vor dem Kamerasensor ein Objektiv befestigt ist. Die Wechselobjektive könnten wie bei einer herkömmlichen Kamera direkt vor den Sensor geschraubt werden. Dadurch würde weniger Licht geschluckt und Verzerrungen und Randabschattungen vermieden.
Apple hatte das Patent im Herbst 2012 beantragt. Es wurde erst jetzt zugeteilt. Eine Patenterteilung bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass der Hersteller nun damit beginnt, seine geschützte Idee in die Praxis umzusetzen. Vielmehr bleibt eine große Zahl von Patenten ungenutzt.
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