Webtransport: Chrome 97 erscheint mit Websocket-Ersatz

Statt der Websockets auf Basis von TCP könnte künftig in Chrome das Webstransport-Protokoll mit HTTP/3 genutzt werden.

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Chrome 97 ist erschienen.
Chrome 97 ist erschienen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Das Browser-Team von Google hat die aktuelle Version 97 von Chrome veröffentlicht. Die Veröffentlichung umfasst vergleichsweise wenige neue Funktionen. Erstmals erscheint damit aber auch die Umsetzung des Webstransport-Protokolls in einer stabilen Version des Browsers. Das ist als moderne Alternative zu bisher genutzten Websockets gedacht und basiert auf HTTP/3 und Quic.

In der bereits länger dazu verfügbaren Beschreibung heißt es: "Webtransport ist ein Protokoll-Framework, mit dem Clients, die durch das Web-Sicherheitsmodell eingeschränkt sind, über eine sichere Multiplex-Transportschicht mit einem entfernten Server kommunizieren können."

Dafür werden bisher üblicherweise entweder Websockets oder der RTCDataChannel genutzt. Letzterer ist dabei für Peer-to-Peer-Verbindungen gedacht und wird deshalb nur sehr selten in der Kommunikation zwischen Clients und Servern genutzt. Der Webtransport bietet schließlich ein Bidirectional-Kommunikationsprotokoll.

Die Grundlage von HTTP/3 und Quic soll dabei auch die Probleme in Verbindung mit TCP überwinden. Dazu gehöre das Head-of-Line-Blocking oder die fehlende Unterstützung für "unzuverlässigen Datentransport", was etwa UDP biete. Bisher testet Google Webtransport noch im Rahmen eines sogenannten Origin Trials. Wie die neue Technik genutzt und getestet werden kann, beschreibt Google in seinem Web.dev-Blog. Die Aufrufe von Webtransport und Übertragungen von Daten über das Protokoll lassen sich in den Entwicklungswerkzeugen des Chromes-Browsers leicht anzeigen.

Zu den weiteren Neuerungen in Chrome 97 gehören unter anderem Änderungen für Javascript und CSS sowie auch verbesserte Entwicklungswerkzeuge. Wie üblich schließt das Team auch zahlreiche Sicherheitslücken.

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