Webspeech-API: Mozilla stellt Sprachsteuerung im Firefox-Browser ein

Der Browserhersteller stellt den Betrieb seines Proxys zu Sprachsteuerung ein. Damit fallen auch die Firefox-Erweiterungen dazu weg.

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Die Experimente zur Sprachsteuerung im Firefox werden eingestellt.
Die Experimente zur Sprachsteuerung im Firefox werden eingestellt. (Bild: Mathias Appel, flickr.com/CC0 1.0)

Der Browserhersteller Mozilla wird seinen Mozilla Voice Proxy Server und diedamit verbundenen Projekte Ende des Monats Februar einstellen. Das kündigt Mozilla auf seinen offiziellen Support-Seiten sowie in seinem Discourse-Forum an. Direkt betroffen davon sind die beiden Firefox-Erweiterungen Voice Fill und Firefox Voice, die der Hersteller selbst gepflegt hatte.

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Dem veröffentlichen Plan zufolge sollen sich die beiden genannten Erweiterungen selbstständig am 19. Februar 2021 deinstallieren, so dass diese schon in wenigen Wochen nicht mehr nutzbar sein werden. Mit den Erweiterungen konnte der Firefox-Browser selbst per Sprache gesteuert werden. Auch waren dadurch Spracheingaben in sämtlichen Eingabefeldern im Web möglich. Mit Hilfe des Webspeech-APIs konnten darüber hinaus Web-Entwickler ihre eigenen Anwendungen um eine Sprachsteuerung erweitern.

Erstmals vorgestellt hatte Mozilla die Arbeiten zu der Spracheingabe im Sommer 2017 als sogenanntes Test-Pilot-Programm. Das heißt, die Funktionen waren nicht standardmäßig im Firefox-Browser integriert, sondern explizit als Experiment gedacht. So wurde etwa auch die Erweiterung Firefox Voice zuletzt immer noch als Betaversion bezeichnet. Ziel der Arbeiten waren aber ohnehin nicht nur Experimente mit der Funktion selbst, sondern auch der Ausbau des eigenen Spracherkennungssystems, was als Speech-to-Text bezeichnet wird.

Warum die Experimente mit der Spracheingabe beendet werden, schreibt Mozilla nicht. Zu vermuten ist aber ein direkter Zusammenhang mit den Massenentlassungen bei dem Unternehmen im vergangenen August, wovon auch die Sprachforschung stark betroffen war. In der Folge hat auch der Hauptentwickler der internen Sprachforschung bei Mozilla das Unternehmen verlassen. Doch ohne diese langfristigen Arbeiten kann das Unternehmen vermutlich seinen Plan einer eigenen Spracherkennung auf Basis von Open-Source-Technik nicht mehr umsetzen.

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