Abo
  • Services:
Anzeige
Dateien mit dem Namen "core" können zu einem unerwarteten Sicherheitsrisiko für Webseiten werden.
Dateien mit dem Namen "core" können zu einem unerwarteten Sicherheitsrisiko für Webseiten werden. (Bild: Nasa)

Websicherheit: Verräterische Coredumps im Webverzeichnis

Dateien mit dem Namen "core" können zu einem unerwarteten Sicherheitsrisiko für Webseiten werden.
Dateien mit dem Namen "core" können zu einem unerwarteten Sicherheitsrisiko für Webseiten werden. (Bild: Nasa)

Coredumps sind ein hilfreiches Instrument, um nach einem Softwareabsturz eine Fehleranalye zu betreiben. Doch die Fehlerberichte sind auf zahlreichen Webseiten öffentlich einsehbar, wie wir herausgefunden haben. Dabei werden zum Teil auch private Daten wie Passwörter veröffentlicht.
Von Hanno Böck

Wenn unter Linux ein Programm abstürzt, kann es eine Kopie des Programmspeichers in einen sogeannten Coredump speichern. Das kann zum Sicherheitsrisiko werden. Wir haben herausgefunden: Bei vielen Webseiten lassen sich die Coredumps von früheren Abstürzen herunterladen.

Anzeige

Die Ursachen der Abstürze können dabei vielfältig sein: Speicherzugriffe auf ungültige Speicherbereiche, Dereferenzierung von Null-Pointern oder endlose Rekursionen von Funktionsaufrufen - sie alle können dazu führen, dass eine Software vom Betriebssystem beendet wird.

Unter Linux und anderen Unix-Systemen gibt es eine Funktion, die bei der Analyse solcher Abstürzte hilft: Sogenannte Coredumps. Dabei wird der Speicherinhalt eines abgestürzten Programms in eine Datei geschrieben. In der Standardeinstellung des Linux-Kernels heißt diese Datei schlicht "core" und wird im aktuellen Verzeichnis abgelegt. Diese Coredumps lassen sich mit Debugging-Tools wie GDB später analysieren, um die Ursache des Crashs herauszufinden.

So hilfreich dies sein kann, Coredumps können auch zum Sicherheitsrisiko werden. Je nach Konfiguration enthalten sie teilweise oder komplett alle Daten, den eine Applikation zum Zeitpunkt des Absturzes im Arbeitsspeicher hatte. Darunter können sich natürlich auch private Daten befinden, beispielsweise Passwörter. Ein Coredump sollte also niemals an nicht vertrauenswürdige Personen weitergegeben werden.

Coredumps lassen sich oft von Webseiten herunterladen

Doch eine ganze Reihe von Webseiten lassen unbeabsichtigt einen Zugriff auf Coredumps zu. Der Hintergrund: Wenn eine Webapplikation abstürzt, landet der Coredump häufig direkt im Web-Verzeichnis - und kann von dort einfach heruntergeladen werden. Ein Angreifer kann somit Webseiten nach Coredumps absuchen, indem er URLs der Form http://example.com/core abruft.

Bei einem Scan der Alexa-Top-1-Million-Liste waren circa Tausend Webseiten von diesem Problem betroffen. Bei der überwiegenden Mehrzahl handelte es sich um PHP-Applikationen. PHP stürzte in der Vergangenheit relativ häufig ab.

In den vergangenen Jahren wurden sehr viele Bugs gefixt, die in PHP zu Abstürzen führen können, insbesondere da es für PHP seit einiger Zeit ein Bug-Bounty-Programm gibt. Doch nach wie vor kann man PHP mit einfachen Codebeispielen zum Abstürz bringen.

Anlage von Coredumps im Webroot kann verhindert werden 

eye home zur Startseite
LeidIndex 21. Jun 2017

Vor x Jahren bereits getestet: Unter Unix auf dem Zentralrechner der Uni einloggen...

nachgefragt 17. Jun 2017

Wo hat er das denn behauptet? Welcher Admin hat denn mit allen Betriebssystemen und allen...

CalebR 15. Jun 2017

Die Dumps können doch eigentlich nur bei einem vollständig unkonfiguriertem Coredump im...

hum4n0id3 15. Jun 2017

Wieder was gelernt! Heute schau ich mal nach, ob es bei mir auch so ist.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. LexCom Informationssysteme GmbH, München
  2. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Dresden
  3. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. SYNLAB Holding Deutschland GmbH, München, Augsburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  2. 1 Monat für 1€

Folgen Sie uns
       


  1. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  2. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  3. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  4. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  5. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  6. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  7. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller

  8. Gesundheitskarte

    T-Systems will Konnektor bald ausliefern

  9. Galaxy Tab Active 2

    Samsungs neues Ruggedized-Tablet kommt mit S-Pen

  10. Jaxa

    Japanische Forscher finden riesige Höhle im Mond



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. 30.000 US-Dollar Schaden Admin wegen Sabotage nach Kündigung verurteilt
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

APFS in High Sierra 10.13 im Test: Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
APFS in High Sierra 10.13 im Test
Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
  1. MacOS 10.13 Apple gibt High Sierra frei
  2. MacOS 10.13 High Sierra Wer eine SSD hat, muss auf APFS umstellen

Elex im Test: Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern
Elex im Test
Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern

  1. Re: Bahn schneller machen

    chithanh | 03:07

  2. Re: Die 210 Grad werden indes mit einem anderen...

    xmaniac | 03:06

  3. Unverschlüsselte Grundversorgung

    Crass Spektakel | 03:05

  4. Freeride

    Crass Spektakel | 02:53

  5. Re: 1. Win10 Bluescreen nach Update

    Bouncy | 02:46


  1. 17:14

  2. 16:25

  3. 15:34

  4. 13:05

  5. 11:59

  6. 09:03

  7. 22:38

  8. 18:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel