Abo
  • Services:
Anzeige
Die jQuery-Bibliothek ist durch ihre Beliebtheit ein attraktives Ziel für Angreifer.
Die jQuery-Bibliothek ist durch ihre Beliebtheit ein attraktives Ziel für Angreifer. (Bild: jQuery)

Websicherheit: Malware auf jQuery-Server entdeckt

Eine Sicherheitsfirma will die Einbindung von Malware-Code auf der Webseite der Javascript-Bibliothek jQuery beobachtet haben. Ob die Server von jQuery gehackt worden sind, ist noch unklar.

Anzeige

Die IT-Sicherheitsfirma RiskIQ berichtet in einem Blogeintrag, dass sie die Auslieferung von Malware über die Webseite der Javascript-Bibliothek jQuery beobachtet habe. Demnach wurde auf der Webseite zeitweise ein bösartiger iFrame eingefügt. Der darin enthaltene Code versuchte, auf dem Server von Webseitenbesuchern eine Malware zu installieren.

Bösartiger iFrame

Die Bibliothek jQuery ist freie Software und eine der meist genutzten Javascript-Bibliotheken. Laut eigenen Angaben wird jQuery von fast einem Drittel der Webseiten im Netz genutzt.

RiskIQ hat laut eigenen Angaben beobachtet, dass über jQuery-Webseite ein iFrame eingefügt wurde, der auf die Domain jquery-cdn.com verweist. Von dort wurde ein Exploit-Code nachgeladen, der versuchte, die Malware RIG zu installieren. Der Server hinter der Domain jquery-cdn.com ist inzwischen nicht mehr erreichbar.

Mehrere Angriffsvektoren

Die Entwickler von jQuery schreiben in ihrem Blog, dass sie keinerlei Hinweise auf eine Kompromittierung ihrer Server haben. Trotzdem versuche man derzeit, die Ursachen für die Vorfälle zu finden.

Es sind grundsätzlich zwei Wege denkbar, wie der iFrame in die Webseite gelangt sein könnte. Eine Variante wäre, dass tatsächlich der Server von jQuery kompromittiert wurde und jquery.com den bösartigen iFrame ausgeliefert hat. Auch denkbar wäre allerdings, dass mittels einer Man-in-the-Middle-Attacke der entsprechende Code unterwegs in die Datenpakete eingefügt wurde.

HTTPS und Content Security Policy erhöhen Sicherheit

Generell gibt es mehrere Möglichkeiten, derartige Drive-by-Downloads zu erschweren oder zu verhindern. Sollte es sich um eine Man-in-the-Middle-Attacke handeln, hätte der Einsatz von verschlüsselten HTTPS-Verbindungen den Angriff vermutlich gestoppt. Das ist einer der Gründe, warum es sich auch für Webseiten ohne sensible Daten, die nur gelesen werden, lohnen kann, mittels HTTPS die Sicherheit zu erhöhen.

Die Einbindung von Code von anderen Servern mittels iFrames könnte durch den Einsatz von Content Security Policy gestoppt werden.

Für Nutzer gilt, dass sie Sicherheitsupdates für den Browser und für Browserplugins wie Flash zeitnah installieren sollten. Denn Sicherheitslücken im Browser sind das größte Einfallstor für Malware.

Nachtrag vom 24. September 2014, 16:15 Uhr

Ursprünglich hatten wir geschrieben dass die Malware über die auf jquery.com gehostete JavaScript-Datei, die von anderen Webseiten eingebunden werden kann, ausgeliefert wurde. Das ist nicht korrekt, es handelte sich nur um die Webseite von jQuery, Webseiten von Dritten, die jQuery nutzen, sind nicht betroffen.

Nachtrag vom 25. September 2014, 11:05 Uhr

Wie auf dem Blog von jQuery zu lesen ist, gab es offenbar gestern einen zweiten Fall, bei dem die Webseite manipuliert wurde. Die jQuery-Entwickler gehen davon aus, dass es sich um einen davon unabhängigen Vorfall handelt, aber vermutlich wurde die selbe Sicherheitslücke genutzt. Wie genau die Seite manipuliert wurde ist weiterhin unklar.


eye home zur Startseite
TheUnichi 26. Sep 2014

Warum, greift Man-in-the-Middle in HTTP ein? Du kannst damit den gesamten Datentransfer...

dopemanone 25. Sep 2014

hab vor geraumer zeit irgendwann mal ne site besucht die (mit noscript) nicht sauber...

hannob (golem.de) 24. Sep 2014

Wir bedauern den Fehler, es war tatsächlich eine Fehlinterpretation des Blogeintrages von...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Axians IT Solutions GmbH, Ulm, Stuttgart, München, Nürnberg oder Karlsruhe
  2. Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück
  3. Cassini AG, verschiedene Standorte
  4. COSMO CONSULT, Berlin


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Bundesverkehrsministerium

    Dobrindt finanziert weitere Projekte zum autonomen Fahren

  2. Mobile

    Razer soll Smartphone für Gamer planen

  3. Snail Games

    Dark and Light stürmt Steam

  4. IETF

    Netzwerker wollen Quic-Pakete tracken

  5. Surface Diagnostic Toolkit

    Surface-Tool kommt in den Windows Store

  6. Bürgermeister

    Telekom und Unitymedia verweigern Open-Access-FTTH

  7. Layton's Mystery Journey im Test

    Katrielle, fast ganz der Papa

  8. Kabel und DSL

    Vodafone gewinnt 100.000 neue Festnetzkunden

  9. New Technologies Group

    Intel macht Wearables-Sparte dicht

  10. Elektromobilität

    Staatliche Finanzhilfen elektrisieren Norwegen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Handyortung: Wir ahnungslosen Insassen der Funkzelle
Handyortung
Wir ahnungslosen Insassen der Funkzelle
  1. Bundestrojaner BKA will bald Messengerdienste hacken können
  2. Bundestrojaner Österreich will Staatshackern Wohnungseinbrüche erlauben
  3. Staatstrojaner Finfishers Schnüffelsoftware ist noch nicht einsatzbereit

48-Volt-Systeme: Bosch setzt auf Boom für kompakte Elektroantriebe
48-Volt-Systeme
Bosch setzt auf Boom für kompakte Elektroantriebe
  1. Elektromobilität Shell stellt Ladesäulen an Tankstellen auf
  2. Ifo-Studie Autoindustrie durch Verbrennungsmotorverbot in Gefahr
  3. Mobilität Elektroautos deutscher Start-ups fordern Autobauer heraus

Anwendungen für Quantencomputer: Der Spuk in Ihrem Computer
Anwendungen für Quantencomputer
Der Spuk in Ihrem Computer
  1. Quantencomputer Ein Forscher in den unergründlichen Weiten des Hilbertraums
  2. Quantenprogrammierung "Die physikalische Welt kann kreativer sein als wir selbst"
  3. Quantenoptik Vom Batman-Fan zum Quantenphysiker

  1. Pauschal keine Kraftfahrzeugsteuer ist FALSCH!

    elektroroadster | 08:29

  2. Re: Solange die Elektroautos Teurer sind als...

    Berner Rösti | 08:25

  3. Re: Mindesthaltbarkeitsdatum auf Smartphone

    robinx999 | 08:21

  4. Re: Steuergeldverschwendung

    cyro | 08:16

  5. Re: Ein bisschen ironisch ist das schon

    GangnamStyle | 07:01


  1. 16:55

  2. 16:33

  3. 16:10

  4. 15:56

  5. 15:21

  6. 14:10

  7. 14:00

  8. 12:38


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel