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Webseiten ab 18: Pornhub will Altersprüfung auf Geräteebene

Statt die Altersverifikation selbst zu übernehmen, soll die Volljährigkeit für Porno- Webseiten schon auf Geräten festgestellt werden.
/ Oliver Nickel
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Webseiten wie Pornhub kämpfen aufgrund neuer Gesetze mit Zugriffseinbrüchen. (Bild: Pixabay.com)
Webseiten wie Pornhub kämpfen aufgrund neuer Gesetze mit Zugriffseinbrüchen. Bild: Pixabay.com / Pixabay-Inhaltslizenz

Der Konzern Aylo, Besitzer von pornografischen Portalen wie Pornhub, Redtube und Youporn, hat sich mit einem Brief an Apple, Google und Microsoft gewendet. Es wäre laut Meinung von Aylo am besten, wenn Altersverifikationen direkt auf den Geräten durchgeführt würden. Eine gerätespezifische Verifikation würde in der Praxis dem Webseitenbetreiber auch einige Arbeit abnehmen. Aktuell überprüfen Pornhub, Youporn und Co. das Alter von Nutzern selbst.

"Wir haben festgestellt, dass standortbezogene Ansätze zur Alterssicherung grundsätzlich fehlerhaft und kontraproduktiv sind" , schreibt Chief Legal Officer Anthony Penhale im Brief, der dem Magazin Wired(öffnet im neuen Fenster) vorliegt. Eine gerätebasierte Authentifizierung sei eine bessere Lösung, da sich User hier einmal verifizieren und diese Information dann über eine API mit Erwachsenen-Webseiten geteilt werden könnte. Microsoft, Google, Apple und Co. sehen diese Verantwortung bei den Anbietern selbst.

Gesetzesänderungen führen zu weniger Traffic

In Teilen der USA und im Vereinigten Königreich wurden bereits neue Richtlinien für die Altersverifikation eingeführt. Dort müssen sich Kunden mit einem Konto anmelden und sich mit ihrem Ausweis als volljährig identifizieren können. Es reicht also nicht, einfach nur einen Dialog mit einer Ja/Nein-Option einzublenden , wie es aktuell noch in der EU der Fall ist.

"Wir haben einen exponentiellen Anstieg bei Suchen alternativer pornografischer Webseiten festgestellt, die keine Alterseinschränkung oder Sicherheitsstandards umsetzen" , sagt Pornhub-Community-Chef Alex Kekesi. Das große Portal habe durch die neuen Gesetze teilweise merklich an User-Traffic und damit an potenziellen Kunden für Werbepartner verloren.


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