Webmail: Yahoo schaltet Classic-Interface ab und analysiert E-Mails

Ab dem heutigen 3. Juni existiert das klassische Webmail-Interface(öffnet im neuen Fenster) von Yahoo nicht mehr. Das neue Interface, das im Dezember 2012 vorgestellt wurde, war bislang optional nutzbar, doch damit ist nun Schluss. Das hatte Yahoo im April 2013(öffnet im neuen Fenster) mitgeteilt. Wer noch nicht umgeschaltet hat, wird nun mit neuen Benutzungsbedingungen konfrontiert, denen alle zustimmen(öffnet im neuen Fenster) müssen, die den Dienst weiterhin verwenden wollen. Nutzer mit langsameren Verbindungen werden laut Yahoo automatisch auf eine einfache Version des Dienstes umgeleitet.
Die neuen Nutzungsbedingungen(öffnet im neuen Fenster) erlauben Yahoo, die ein- und ausgehenden E-Mails zu analysieren und zu scannen. Die gewonnenen Daten(öffnet im neuen Fenster) werden zum Einblenden von angeblich relevanter Werbung und Inhalten genutzt. Außerdem sollen Spam und Malware besser herausgefiltert werden. Die Änderungen gelten auch für die bezahlpflichtigen Yahoo-Pro-Mail-Konten. Wer mit ihnen nicht einverstanden ist und sein Konto kündigen möchte, erhält anteilig das Geld zurück, schreibt(öffnet im neuen Fenster) Yahoo.
Yahoo Mail hat allerdings schon lange Filter für Malware und auch Phishing integriert. Ende 2007 kündigte das Unternehmen an, die Phishing-Filter zu erweitern, so dass gefälschte E-Mails von eBay und Paypal besser erkannt und blockiert werden können. Das System überprüft die Domain des Absenders und blockiert diese, falls diese nicht vertrauenswürdig erscheint.
Spielt Google eine Rolle bei Yahoos Verhalten?
Im Februar 2013 kündigte Yahoo an, künftig Werbung von Google auf seinen Webseiten auszuliefern. Google wird über sein Werbenetzwerk Adsense und Admob für mobile Endgeräte Anzeigen auf Yahoo-Webseiten ausliefern. Dabei geht es um kontextbezogene Werbung, die sich auf Sucheingaben und Aktivitäten der Nutzer bezieht. Gegenwärtig übernimmt Microsoft die Vermarktung der Suchmaschinenwerbung von Yahoo. Yahoo-Chefin Marissa Mayer hatte laut dem Blog des Wall Street Journals All Things D(öffnet im neuen Fenster) öffentlich erklärt, dass sie unzufrieden mit der Entwicklung der Partnerschaft mit Microsoft sei.
Google blendet im Webmailer von Gmail ebenfalls auf Basis der Inhalte Werbeanzeigen ein.