Webmail: Fastmail-Team kauft die Firma von Opera

Die Beschäftigten von Fastmail haben den Dienst von Opera gekauft. Das gab das Team von Fastmail im Blog des Unternehmens bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Im Jahr 2010 hatte das norwegische Unternehmen Opera Software Fastmail übernommen . Angaben zum Kaufpreis des australischen Webmail-Providers wurden nicht gemacht.
"Das bedeutet, dass Fastmail wieder ein unabhängiges Unternehmens ist" , erklärte Rob Mueller im Blog. "Alle bestehenden Konten werden wie bisher weitergeführt. Am Abrechnungszeitraum, den Preisen, Funktionen und der Sicherheit gibt es keine Änderungen." Es gebe keine Probleme mit dem Mail-Provider. Opera habe seine Strategie geändert, und zu den langfristigen neuen Planungen passe kein E-Mail-Provider mehr. Durch die Investitionen von Opera in die Infrastruktur und Entwicklung in den vergangenen drei Jahren sei Fastmail weiter gewachsen und profitabel. Alle Mitarbeiter sollen im Unternehmen bleiben.
Fastmail.fm wurde vom damals 19-jährigen Jeremy Howard gegründet. Er war zu der Zeit Student sowie Berater bei McKinsey und führte ein weiteres Unternehmen, das Software für die Versicherungswirtschaft anbot.
Fastmail liefert keine Werbung an die Nutzer aus. Bereits in der Vergangenheit sei der Schutz der Privatsphäre der Nutzer sehr ernst genommen worden. In den nächsten Wochen sollen nun neue verbesserte Regeln zum Umgang mit den Nutzerdaten festgeschrieben werden.
Opera Software stieg im Februar 2013 komplett auf die Rendering-Engine Webkit und die Javascript-Engine V8 um, die beide auch in Chrome zum Einsatz kommen. Für Opera war dies ein entscheidender Strategiewechsel, denn bislang entwickelten die Norweger sowohl eine eigene Rendering Engine namens Presto als auch eine eigene Javascript-Engine.
Im September 2013 hatte Opera einen von Grund auf neu entwickelten Browser für das iPad veröffentlicht .