WebM: Nokia verliert im Patentstreit um VP8

Einer der größten Vorteile des Google Codecs VP8 und des darauf basierenden Videoformats WebM soll ihre Freiheit von Patentansprüchen Dritter sein. In Mannheim konnte sich Google in einem Streitfall jetzt gegen Patentansprüche auf VP8 von Nokia verteidigen.

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Nokia verliert gegen HTC.
Nokia verliert gegen HTC. (Bild: WebM-Projekt)

"Gute Nachrichten aus Deutschland", vermeldet das von Google initiierte WebM-Projekt, das hinter den freien Videocodecs VP8 und VP9 steht. Ein Mannheimer Gericht habe im Patentstreit von Nokia gegen HTC festgestellt, dass ein von Nokia geführtes Patent durch VP8 nicht verletzt werde.

Matt Frost, als Senior-Business-Produktmanager für WebM verantwortlich, nennt die Entscheidung einen wichtigen Schritt in Richtung des Projektziels: der Webcommunity einen offenen und qualitativ hochwertigen Videocodec unter einer wirklich freien Lizenz anzubieten.

Im März 2013 hatte Google dazu eine Einigung mit der MPEG LA geschlossen, die ihrerseits einige Patentinhaber vertritt, die ebenfalls Ansprüche auf WebM angemeldet haben. Google erwarb im Zuge der Einigung eine Lizenz für die entsprechenden Patente, welche Google an VP8-Nutzer weitergeben darf und die auch für den VP8-Nachfolger VP9 gilt.

Nokia gehörte nicht zu den von der MPEG LA vertretenen Patentinhabern und meldete ebenfalls Patentansprüche bei VP8 an. In einer Mitteilung an die IETF bezüglich RFC 6386 (VP8 Data Format and Decoding Guide) benennt Nokia 64 Patente und 22 Patentanmeldungen, die nach Ansicht des finnischen Mobiltelefonherstellers zur Implementierung von VP8 notwendig sind. Nokia ließ damals erkennen, dass das Unternehmen seine Patente nicht für die Nutzung in VP8 zur Verfügung stellen will, weder kostenlos noch zu sogenannten FRAND-Bedingungen (fair, vernünftig und diskriminierungsfrei).

Zumindest in einem Fall muss Nokia nun offenbar vor Gericht eine Niederlage einstecken. Damit ist das Thema aber sicherlich noch nicht abgeschlossen.

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