Webhosting: Go Daddy will Host Europe kaufen

Der Hostinganbieter Host Europe könnte von Go Daddy gekauft werden. Letzteres bekäme damit plötzlich einen großen Marktanteil in Europa. Die Deutsche Telekom hat ihr Angebot für den Kauf wohl zurückgezogen und United Internet ist überboten worden.

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Go Daddy ist nicht nur Registrar und Zertifizierungstelle, sondern auch Webhoster.
Go Daddy ist nicht nur Registrar und Zertifizierungstelle, sondern auch Webhoster. (Bild: Mark Doliner/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Der britische Hostinganbieter Host Europe könnte an Go Daddy verkauft werden. Das US-amerikanische Unternehmen aus Arizona gilt als der weltweit größte Domainregistrar und eine der größten Zertifizierungsstellen für TLS-Zertifikate. Im Vergleich dazu ist das Webhosting-Geschäft von Go Daddy insbesondere in Europa noch sehr klein. Wohl um diesen Geschäftsbereich zu stärken, wird die Übernahme von Host Europe in Erwägung gezogen, berichtet Reuters mit Verweis auf mit den Vorgängen vertraute Personen.

Telekom und United Internet aus dem Rennen

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Host Europe wurde vor drei Jahren von der Kapitalbeteiligungsgesellschaft Cinven gekauft, die angeblich seit April 2016 nach einem Käufer sucht. Als mögliche Käufer waren bisher unter anderem sowohl die Deutsche Telekom als auch United Internet im Gespräch. Beide hätten damit ihr Hostinggeschäft ausbauen können.

Der Deutschen Telekom gehört seit 2009 Strato, Nummer zwei auf dem deutschen Markt. Als Marktführer gilt hierzulande United Internet, zu dem 1&1, Web.de, GMX, Internet-X, Fasthosts, Arsys und United-Domains gehören. Allerdings habe die Deutsche Telekom ihr Angebot vor knapp zwei Wochen zurückgezogen und United Internet sei von Go Daddy überboten worden.

Go Daddy stärkt Webhosting-Sparte

Zu den Marken von Host Europe gehören Domainfactory, Domainmonster, Domainbox, Donhost, 123-reg, Webfusion, Heart Internet, Brandfortress, Host Europe, Sign-Up.to sowie Redcoruna. Host Europe betreibt zwei Rechenzentren in Köln sowie in Straßburg. Go Daddy könnte das Unternehmen laut dem Bericht für rund 1,5 Milliarden Euro übernehmen.

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Go Daddy könnte mit der Übernahme sein Webhosting-Geschäft ausbauen und vergleichsweise leicht auf Europa ausweiten. Go Daddy kann damit vielen Kunden nicht nur ein Rundumpaket aus Webspace, TLS-Zertifikat und Domain-Registrierung anbieten, sondern baut mit dem Webhosting ein lukratives Geschäft aus.

Denn vor allem das Geschäft mit einfachen Domain-Validation-Zertifikaten, bei dem nur die Kontrolle über eine Domain überprüft wird, dürfte Go Daddy langfristig deutlich weniger Geld einbringen als bisher. Schließlich gibt es dank der Initiative Let's Encrypt eine kostenlose Zertifizierungsstelle, die die tatsächlichen Preise für Zertifikate offenbart.

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