Abo
  • IT-Karriere:

WebGL: Google legt einheitliche Texturkomprimierung offen

Gemeinsam mit einem Partner hat Google einen einheitlichen Codec zur Texturkomprimierung offengelegt. Das soll die Übertragung von Bildern und vor allem Texturen im Web für 3D-Anwendungen deutlich beschleunigen.

Artikel veröffentlicht am ,
GPUs können komprimierte Texturen nativ verarbeiten, der Basis-Codec nutzt das aus.
GPUs können komprimierte Texturen nativ verarbeiten, der Basis-Codec nutzt das aus. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

Softwarehersteller Google hat gemeinsam mit seinem Partner Binomial den Basis Universal Texture Codec als Open Source veröffentlicht. Damit sollen zum Beispiel JPEG- oder PNG-Bilder, die derzeit unkomprimiert von der GPU verarbeitet werden, zunächst in diesem Basis-Texturformat kodiert werden und dann in die eigentliche Texturkomprimierung der Hardware überführt werden.

Stellenmarkt
  1. Universitätsklinikum Münster, Münster
  2. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf

Die Technik stammt komplett von dem kleinen Beratungsunternehmen Binomial, das von Stephanie Hurlburt und Rich Geldreich gegründet wurde. Beide haben jahrelange Erfahrung in der Optimierung von Computerspielen und -grafiken. Der nun frei verfügbare Basis-Textur-Codec nimmt der Ankündigung zufolge sechs- bis achtmal weniger Speicherplatz auf einer GPU in Anspruch als das JPEG-Format und ist auf Festplatten ähnlich groß wie das bekannte Bildformat. Dank eines Transcodings in die nativen Formate zur Texturkompression der GPU soll die Technik zudem plattformübergreifend einsetzbar sein.

Bei vergleichbarer Bildqualität ist der Basis-Codec laut der Ankündigung zudem nicht nur kleiner als JPEG, sondern auch kleiner als bisher übliche Formate zu Texturkomprimierung wie ETC1, PVRTC oder auch BC1, und zwar selbst dann, wenn diese zusätzlich noch LZMA-komprimiert werden. Wie die Beteiligten darüber hinaus ankündigen soll der Basis-Codec als Teil des glTF-Standards (GL Transmission Format) der Khronos Group standardisiert werden.

  • Der Basis Universal Codec soll Teil des glTF-Standards werden. (Bild: The Khronos Group)
Der Basis Universal Codec soll Teil des glTF-Standards werden. (Bild: The Khronos Group)

Der Vorteil dieser Vorgehensweise mit dem Basis-Codec sowie den nativen Formaten der Texturkomprimierung der GPUs ist, dass die Texturen beim Rendern dauerhaft komprimiert bleiben, von den Grafikchips aber dennoch direkt weiterverarbeitet werden können. Vor allem im Browser sollen so die Fähigkeiten der GPU voll ausgenutzt werden. Entwickler können außerdem ihre Textur- und Bildinhalte direkt in dem vergleichsweise kleinen Format über das Netzwerk versenden.

Laut der Ankündigung von Google soll sich die Technik für "Spiele, VR und AR, Karten, Fotos, kleine Videos und mehr" eignen. Das Unternehmen hofft, dass der Transcoding-Teil künftig in allen großen Browser-Engines eingesetzt wird und die Textur-Technik per WebGL oder auch über das kommende WebGPU-API genutzt werden kann.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,40€
  2. 4,99€
  3. (-64%) 35,99€
  4. (-55%) 44,99€

/mecki78 27. Mai 2019

Verstehe jetzt nicht, was daran neu ist? Warum müssen derzeit Texturdaten unkomprimimiert...

mifritscher 26. Mai 2019

@dummdumm: Bei Logos und ähnlichem stimme ich dir zu, da ist jpeg bescheuert - png oder...


Folgen Sie uns
       


Transparenter OLED-Screen von Panasonic angesehen (Ifa 2019)

Der transparente OLED-Fernseher von Panasonic rückt immer näher. Auf der Ifa 2019 steht ein Prototyp, der schon jetzt Einrichtungsideen in den Kopf ruft.

Transparenter OLED-Screen von Panasonic angesehen (Ifa 2019) Video aufrufen
Minecraft Earth angespielt: Die Invasion der Klötzchen
Minecraft Earth angespielt
Die Invasion der Klötzchen

Kämpfe mit Skeletten im Stadtpark, Begegnungen mit Schweinchen im Einkaufszentrum: Golem.de hat Minecraft Earth ausprobiert. Trotz Sammelaspekten hat das AR-Spiel ein ganz anderes Konzept als Pokémon Go - aber spannend ist es ebenfalls.
Von Peter Steinlechner

  1. Microsoft Minecraft hat 112 Millionen Spieler im Monat
  2. Machine Learning Facebooks KI-Assistent hilft beim Bau von Minecraft-Werken
  3. Nvidia Minecraft bekommt Raytracing statt Super-Duper-Grafik

WLAN-Kameras ausgeknipst: Wer hat die Winkekatze geklaut?
WLAN-Kameras ausgeknipst
Wer hat die Winkekatze geklaut?

Weg ist die Winkekatze - und keine unserer vier Überwachungskameras hat den Dieb gesehen. Denn WLAN-Cams von Abus, Nest, Yi Technology und Arlo lassen sich ganz einfach ausschalten.
Von Moritz Tremmel

  1. Wi-Fi 6 Router und Clients für den neuen WLAN-Standard
  2. Wi-Fi 6 und 802.11ax Was bringt der neue WLAN-Standard?
  3. Brandenburg Vodafone errichtet 1.200 kostenlose WLAN-Hotspots

Inside Bill's Brain rezensiert: Nicht nur in Bill Gates' Kopf herrscht Chaos
Inside Bill's Brain rezensiert
Nicht nur in Bill Gates' Kopf herrscht Chaos

Einer der erfolgreichsten Menschen der Welt ist eben auch nur ein Mensch: Die Netflix-Doku Inside Bill's Brain - Decoding Bill Gates zeichnet das teils emotionale Porträt eines introvertierten und schlauen Nerds, schweift aber leider zu oft in die gemeinnützige Arbeit des Microsoft-Gründers ab.
Eine Rezension von Oliver Nickel

  1. Microsoft Netflix bringt dreiteilige Dokumentation über Bill Gates

    •  /