Webentwicklung: Hertz verklagt Accenture wegen unfertiger neuer Webseite

Sicherheitslücken, verpasste Deadlines und nicht eingehaltene Absprachen: Accenture habe laut einer Anklage beim Erstellen der neuen Webseite für den Autovermieter Hertz viele Fehler gemacht. Der Kunde will sein Geld zurück und Entschädigung: mehr als 32 Millionen US-Dollar.

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Der Webseitenquelltext von Accenture weist viele Mängel auf.
Der Webseitenquelltext von Accenture weist viele Mängel auf. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Der Automobilvermieter Hertz hat den IT-Dienstleister Accenture verklagt (PDF). Das Softwareunternehmen habe nicht die versprochene neue Webseite geliefert, die vertraglich vereinbart wurde. Im Gegenteil: Accenture soll eine fehlerbehaftete und unfertige Seite erstellt haben. Das Unternehmen fordert die 32 Millionen US-Dollar zurück, die für das Redesign und das Erstellen einer mobilen Applikation verlangt wurden, und zusätzlich weiteres Geld als Entschädigung. Das berichtet das britische IT-Magazin The Register.

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Eigentlich sollte die Seite bereits im Dezember 2017 live gehen. Allerdings war das Produkt im Januar 2018 noch immer nicht fertig und wurde auf den April 2018 verschoben. "Zu diesem Zeitpunkt hatte Hertz kein Vertrauen mehr, dass Accenture in der Lage ist, das Projekt zu vervollständigen", sagte das Unternehmen. Der Dienstleister sagte The Register nur, dass die Klage von Hertz "ohne Halt" sei.

Sicherheitsprobleme und weitere 10 Millionen Dollar

Accenture habe neben dem Nichteinhalten von Deadlines nicht das vereinbarte Responsive Design geliefert, das seit einiger Zeit in der Webentwicklung Standard ist. Dabei passen sich Elemente an die Größe und Auflösung der Displays von Endgeräten an - etwa Smartphones, Tablets, Notebooks oder Monitore. Zudem habe Hertz überall verwendbare Programmbibliotheken gefordert, um die Webseite schnell auf globale Standorte übertragen zu können. "Accenture hat mit Absicht diese Bedingung der Erweiterungsmöglichkeiten ignoriert", sagt Hertz.

Außerdem sei die unfertige Webseite von Sicherheitsproblemen geplagt gewesen, so dass der Code für das Frontend verworfen werden musste. Weitere 10 Millionen US-Dollar hätte es gekostet, die wohl noch immer nicht fertiggestellte Webseite zu vervollständigen.

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Aus dem Bericht wird nicht ersichtlich, wie die Kommunikation zwischen den beiden Vertragspartnern abgelaufen ist. Fehler könnten auch aufseiten von Hertz gemacht worden sein - etwa wenn Absprachen nicht sauber ausformuliert wurden. Das ist zumindest bei großen Projekten nicht unwahrscheinlich.

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Clown 29. Apr 2019

Das stimmt, ich möchte aber gerne die Seite sehen, die auf eine fehlerfreie...

Mav3500 28. Apr 2019

... kann man sein Projekt samt Budget eigentlich sofort die Toilette herunterspülen...

_Keks_ 28. Apr 2019

Das CMS ist nicht Open Source und kommt von einer Firma / Agentur in Potsdam. Am Ende...

_Keks_ 28. Apr 2019

Ich denke hier geht es um etwas mehr als nur ein Redesign und einer einfachen App. Für...

Guenter.Hess 27. Apr 2019

Software,sagt man,werde entwickelt nach dem Prinzip "Banane" - "Das Produkt reift beim...



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