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Webcam als Auge: "Eyecam kann sehen, blinzeln, sich umschauen und beobachten"

Die Eyecam sieht aus wie ein Auge und bewegt sich auch so. Doch warum? Der Macher möchte mit der Webcam offenbar zum Denken anregen.
/ Oliver Nickel
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Die Eyecam sieht aus wie ein echtes Auge. (Bild: Marc Teyssier)
Die Eyecam sieht aus wie ein echtes Auge. Bild: Marc Teyssier

Der Forscher und Bastler Marc Teyssier hat eine besonders ungewöhnliche Webcam erschaffen. Die Eyecam(öffnet im neuen Fenster) nimmt Video und Bild wie eine herkömmliche Webcam auf, wurde allerdings in eine animatronische Puppe eines menschlichen Auges eingesetzt - inklusive Augapfel, Pupille, Wimpern, Augenlidern und Braue. Das Auge blinzelt und schaut sich um, während davor sitzende Personen sich fragen: Warum wurde dieses Projekt umgesetzt?

Der Sinn ist es, möglichst auffällig und in eigener Art auch unangenehm oder gar unheimlich zu sein. "Eyecam ist wie ein menschliches Auge geformt. Sie kann sehen, blinzeln, sich umschauen und Sie beobachten" , schreibt Teyssier in einem Blogpost(öffnet im neuen Fenster) . "Diese antropomorphische Webcam hebt die potenziellen Risiken hervor, die Funktion eines Gerätes zu verstecken, und fordert konventionelles Gerätedesign heraus."

Personen erkennen und ihnen folgen

Im Blog zeigt er die Eyecam auch in Einzelteilen. Im Prinzip wurde eine handelsübliche Logitech Brio als Grundlage genommen. Um sie herum wurden Aktuatoren für die Augenanimation und Haut aus Silikon gebaut. "Wie unser Gehirn kann das Gerät interpretieren, was in der Umwelt passiert" , schreibt der Entwickler. Dabei werden Bilderkennungsalgorithmen genutzt, mit deren Hilfe die Kamera vor dem Computer sitzende Menschen erkennen und mit dem Auge verfolgen kann.

"Eyecam ist unheimlich, ungewöhnlich, komisch" , schreibt Teyssier. Sie soll das Verhältnis zwischen Menschen und Maschinen und die Wahrnehmung von Technik in Frage stellen. Dass dafür eine Webcam genutzt wird, lässt weitere Interpretationen zu. Eventuell möchte der Entwickler auf omnipräsente Überwachung aufmerksam machen, die sich immer mehr und unbemerkt in der Zivilisation ausbreitet.

Fakt ist, dass Teyssier offensichtlich auch die Bastelcommunity ansprechen möchte. Die Baupläne, eine Bauanleitung und Softwarepakete stellt er auf Github(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Dazu hat er ein Tutorialvideo aufgenommen, mit dem der Selbstbau vereinfacht werden soll.

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