Webbrowser: Google-Adwords bald ohne IE 9

Mit einer kurzen Nachricht(öffnet im neuen Fenster) gibt Google bekannt, dass Adwords zum Ende dieses Monats die Unterstützung für Microsofts Internet Explorer 9 einstellt. Somit ist ab Juli nicht mehr sichergestellt, dass alle Funktionen des Werbedienstes in dem veralteten Browser funktionieren. Google empfiehlt Nutzern ein Upgrade des Internet Explorers (IE).
Damit folgt Google seiner bisherigen Vorgehensweise bei der Unterstützung verschiedener Browser-Versionen anderer Hersteller. Laut offiziellem Standpunkt(öffnet im neuen Fenster) verpflichtet Google selbst sich lediglich dazu, jeweils die aktuelle und die Vorversion der Browser Internet Explorer, Firefox und Safari zu unterstützen. Ältere Versionen werden nicht mehr auf Kompatibilität getestet.
Antrieb für neue Webtechniken?
Bereits im November 2013(öffnet im neuen Fenster) , also nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung des Internet Explorer 11, hat Google den Support des IE 9 für die Google Apps eingestellt. Angesichts des Mehraufwandes, der durch das Testen vieler verschiedener Versionen entstehen kann, ist dieses Vorgehen seitens Google nachvollziehbar.
Bei näherer Betrachtung der vermutlich nicht ganz repräsentativen Marktanteile, die etwa der Dienst Netmarketshare für den Vormonat Mai(öffnet im neuen Fenster) bereitstellt, lässt sich diese Strategie allerdings nicht so einfach erklären. Demnach haben die Versionen 8 und 9 des IE zusammen knapp 30 Prozent Anteil an der Gesamtnutzerzahl, die neueren und von Google noch unterstützten Versionen 10 und 11 liegen jedoch erst bei knapp bei 24 Prozent.
Die damit wohl verbundenen direkten oder indirekten Verluste an Einnahmen könnten dafür sprechen, dass Google mit seiner Support-Strategie auch noch weitere Ziele verfolgt. So ist etwa denkbar, dass Google damit die Verbreitung und Verwendung moderner Webtechniken, an deren Entwicklung das Unternehmen sehr oft beteiligt ist, beschleunigen möchte.



