• IT-Karriere:
  • Services:

Webauthn unter Android ausprobiert: Dropbox kann, was andere nicht können

Android kann Zwei-Faktor-Authentifizierung und passwortloses Anmelden per Fido2 von Haus aus - doch ohne Onlinedienste, die die Funktion unterstützen, bringt das wenig. Mit Dropbox ändert sich das nun. Wir haben uns angeschaut, wie gut das funktioniert.

Artikel von veröffentlicht am
Das Smartphone als Fido-Stick.
Das Smartphone als Fido-Stick. (Bild: Moritz Tremmel/Golem.de)

Bisher war die Fido2-Zertifizierung von Android vor allem eines: ein Zertifikat. Es mangelte an einem Dienst, mit dem die Funktion ernsthaft verwendet werden konnte. Mit Dropbox ändert sich das nun. Nach regem Austausch mit Golem.de hat Dropbox Webauthn auch unter Android freigeschaltet. Es ist damit der erste Dienst, mit dem wir die Android-interne Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen können - ganz ohne Fido-Stick und irgendwelche Schwierigkeiten.

Stellenmarkt
  1. Gutenberg Rechenzentrum GmbH & Co. KG, Hannover
  2. Stadtverwaltung Kaiserslautern, Kaiserslautern

Ursprünglich hatte Dropbox Webauthn auf mobilen Geräten bewusst deaktiviert: "Als wir begonnen haben, Webauthn zu integrieren, [war] der Support für den Standard auf Browsern für mobile und Tablet-Geräte noch nicht umfassend gegeben", erklärte Rajan Kapoor, Director of Security bei Dropbox. Die Sicherheitsschlüssel der Nutzer hätten schlicht nicht funktioniert. "Durch das Deaktivieren von Webauthn für diese Art von Sitzungen haben wir Verwirrung unter unseren Nutzern vermeiden können", sagt Kapoor.

Auch uns hat der völlig willkürlich erscheinende Support der verschiedenen Geräte und Onlinedienstanbieter bisher verwirrt und enttäuscht zurückgelassen. Im Unterschied zu Microsoft interessierte sich Dropbox für unsere Anfrage, warum Webauthn denn nicht unter Android funktioniere. Der Onlinespeicherdienst versprach, sich des Problems anzunehmen und ein Ticket mit Priorität einzurichten. Wenige Tage später - und leider nach Redaktionsschluss für unseren Test - erreichte Golem.de die Nachricht von Dropbox: "Da die [mobilen] Browser den Standard von Webauthn mittlerweile unterstützen, wird Dropbox daran arbeiten, diese Einschränkung aufzuheben."

Webauthn auch mobil

Das klingt nach irgendwann, war aber schon drei Tage später erledigt: "Deine Anfrage hat einiges in Bewegung gesetzt! Unsere Kollegen haben Webauthn nun für Mobile aktiviert", schreibt uns die Pressesprecherin Jenny Wiethölter. Das müssen wir natürlich ausprobieren.

Wir loggen uns mit unserem Android-Testgerät auf Dropbox ein und versuchen, einen Sicherheitsschlüssel zu hinterlegen. Wurden wir bisher mit einer Fehlermeldung abgespeist, dass unser Browser nicht unterstützt werde, poppt nun ein Auswahlfenster auf. Wir werden gefragt, ob wir einen physischen Fido-Stick verwenden wollen oder den mit Fingerabdruck oder PIN abgesicherten, internen Sicherheitsschlüssel von Android.

Wir wählen natürlich den Android-Schlüssel, werden nach unserer PIN gefragt, und schon taucht er in der Liste der auf Dropbox hinterlegten Sicherheitsschlüssel auf. Und es funktioniert tatsächlich. Auch beim erneuten Anmelden werden wir neben den Zugangsdaten nach unserer PIN für den internen Sicherheitsschlüssel gefragt. Der Login mit Webauthn klappt, der nervigere und längst nicht so sichere TOTP-Code als zweiter Faktor entfällt. Wir sind begeistert.

Den Traum vom passwortlosen Anmelden erfüllt uns Dropbox leider noch nicht so schnell. Webauthn kann bisher nur als zweiter Faktor, nicht aber anstatt des Passwortes verwendet werden. Es gebe noch "eine Reihe von Problemen in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz, die gelöst werden müssen", bevor dies eingeführt werden könnte, erklärte Kapoor. Wir bleiben gespannt, freuen uns aber, dass wir unser Fido2-zertifiziertes Smartphone überhaupt mit einem Dienst verwenden können.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 5,99€
  2. 3,50€

LASERwalker 11. Jun 2019

Das muss sich erst zeigen. Bisher verwendet Google nur das ältere U2F. Bei U2F wird...


Folgen Sie uns
       


Ghost of Tsushima - Fazit

Mit Ghost of Tsushima macht Sony der Playstation 4 ein besonderes Abschiedsgeschenk. Statt auf massenkompatible Bombastgrafik setzt es auf eine stellenweise fast schon surreal-traumhafte Aufmachung, bei der wir an Indiegames denken. Dazu kommen viele Elemente eines Assassin's Creed in Japan - und wir finden sogar eine Prise Gothic.

Ghost of Tsushima - Fazit Video aufrufen
Pinephone im Test: Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler
Pinephone im Test
Das etwas pineliche Linux-Phone für Bastler

Mit dem Pinephone gibt es endlich wieder ein richtiges Linux-Telefon, samt freier Treiber und ohne Android. Das Projekt scheitert aber leider noch an der Realität.
Ein Test von Sebastian Grüner

  1. Linux Mehr Multi-Touch-Support in Elementary OS 6
  2. Kernel Die Neuerungen im kommenden Linux 5.9
  3. VA-API Firefox bringt Linux-Hardwarebeschleunigung auch für X11

Ausprobiert: Meine erste Strafgebühr bei Free Now
Ausprobiert
Meine erste Strafgebühr bei Free Now

Storniert habe ich bei Free Now noch nie. Doch diesmal wurde meine Geduld hart auf die Probe gestellt.
Ein Praxistest von Achim Sawall

  1. Gesetzentwurf Weitergabepflicht für Mobilitätsdaten geplant
  2. Personenbeförderung Taxibranche und Uber kritisieren Reformpläne

Mafia Definitive Edition im Test: Ein Remake, das wir nicht ablehnen können
Mafia Definitive Edition im Test
Ein Remake, das wir nicht ablehnen können

Familie ist für immer - nur welche soll es sein? In Mafia Definitive Edition finden wir die Antwort erneut heraus, anders und doch grandios.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mafia Definitive Edition angespielt Don Salieri wäre stolz
  2. Mafia Definitive Edition Ballerei beim Ausflug aufs Land
  3. Definitive Edition Das erste Mafia wird von Grund auf neu erstellt

    •  /