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Webauthn: Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet

Ohne Passwort anmelden? Mit dem Webauthn-Standard soll das möglich werden. Die Technik steht bereit und soll das Anmelden nicht nur sicherer, sondern auch komfortabler machen.

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Webauthn: Schlüssel statt Passwörter.
Webauthn: Schlüssel statt Passwörter. (Bild: PDPics/Pixabay)

Ein sicheres, langes, individuelles Passwort soll es sein - oder auch nicht. Die Web Authentication API (Webauthn) ermöglicht den Login auf Webseiten ganz ohne Passwort. Der Standard wurde am 4. März vom World Wide Web Consortium (W3C) verabschiedet. Diese hatte den Standard gemeinsam mit der Fido-Allianz entwickelt - einem Zusammenschluss namhafter Firmen wie Google, Microsoft, Lenovo, Samsung und vielen anderen, die einen einfachen und sicheren Authentifizierungsstandard schaffen wollen. Der Standard soll Passwörter nicht nur obsolet machen, sondern das Anmelden auf Internetseiten soll auch sicherer und komfortabler werden.

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Bei Webauthn kommt statt des Passworts Public-Key-Kryptografie zum Einsatz. Ähnlich wie bei PGP oder SSH werden öffentliche und private Schlüssel generiert. Der öffentliche Schlüssel wird zwischen Nutzer und Webdienst ausgetauscht. Will sich der Nutzer einloggen, schickt der Dienst eine Challenge an ihn, mit der er beweist, dass er im Besitz des privaten Schlüssels ist - ohne dass der private Schlüssel das Gerät verlässt. Das Ergebnis wird an den Dienst geschickt, der über den öffentlichen Schlüssel überprüft, ob der Einloggende auch wirklich im Besitz des privaten Schlüssels ist. Trotz Kritik an den teilweise schon älteren Algorithmen, die im Webauthn-Standard verwendet werden, ist das System deutlich sicherer als Passwörter - und kann in der Handhabung für den Nutzer angenehmer sein.

Zusätzlicher Schutz durch PIN oder Biometrie

Zusätzlich kann der private Schlüssel durch einen PIN oder Biometrie wie Fingerabdruck oder Gesicht geschützt werden. Der Schutz findet auf dem Gerät des Nutzers statt, beispielsweise mit einer im Fido2-Stick hinterlegten PIN oder per Gesichtserkennung in Windows Hello. Das Verfahren wird Multi-Faktor-Authentifizierung genannt und gilt als besonders sicher.

Neben dem passwortlosen Anmelden lässt sich über den Standard auch Zwei-Faktor-Authentifizierung realisieren. Beispielsweise unterstützen die Fido-Sticks von Yubico oder Nitrokey den Fido1- oder Fido2-Standard, bei welchem neben Benutzername und Passwort ebenfalls Public-Key-Kryptografie als zweiter Faktor zum Einsatz kommt.

Die Technik steht bereit

Die Browser Firefox, Chrome/Chromium und Edge unterstützen Webauthn bereits. Auch unter Windows 10 und Android kann Webauthn verwendet werden. Erst kürzlich gab Google bekannt, dass Android eine Fido2-Zertifizierung erhalten hat. Neuere Geräte sollen passwortloses Anmelden ab Werk ermöglichen, auf älteren Geräten ab Android 7.0 wird die Funktion über ein Update der Google Play Services bereitgestellt. Millionen Geräte, die das passwortlose Login unterstützen, stehen mit Verabschiedung des Standards bereit.



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nille02 06. Mär 2019 / Themenstart

Die Dinger kosten ein Apfel und ein Ei. Einige kosten nicht mal 10¤. Aber sobald du...

redmord 06. Mär 2019 / Themenstart

Ich hatte es so verstanden, dass diese ID vom Authenticator generiert und einmalig zum...

LASERwalker 06. Mär 2019 / Themenstart

Der Schützt aber nicht gegen Phishing.

Boereck 06. Mär 2019 / Themenstart

Das Software-Unterstützung in nächster Zeit per Google Services Update nach Android...

user6845 05. Mär 2019 / Themenstart

Naja, wenn man es einfach für nen neue Schnittstelle für Hardware-Token nimmt, ist es was...

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