Abo
  • Services:

Webanalyse: Backdoor in Piwik

Die freie Web-Analyse-Software Piwik enthielt eine Hintertür, die es Angreifern ermöglichte, beliebigen PHP-Code auf einem Server auszuführen. Mittlerweile steht eine korrigierte Version zum Download bereit.

Artikel veröffentlicht am ,
Backoor im Piwik-Code aufgetaucht
Backoor im Piwik-Code aufgetaucht (Bild: Piwik)

Die Piwik-Macher haben die kompromittierte Version von Piwik 1.9.2 gegen eine korrigierte Version ausgetauscht. Dem Golem.de-Leser Max Grobecker war in der Datei /piwik/core/Loader.php ein ungewöhnlicher Codeblock aufgefallen. Der mit Base64 codierte und mit gzip komprimierte Code sendet den Hostnamen und die Piwik-URL des jeweiligen Servers an einen Server und legt im selben Verzeichnis die Datei lic.log ab, die das Wort "piwik" enthält. Solange diese Datei existiert, werden laut Grobecker keine Anfragen mehr an den besagten Server geschickt, vermutlich um die Last auf dem System so gering wie möglich zu halten.

Stellenmarkt
  1. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Köln
  2. Hornbach-Baumarkt-AG, Neustadt an der Weinstraße

Darüber hinaus wird eine Backdoor geöffnet, mit der der Angreifer beliebigen PHP-Code auf dem Server ausführen kann, die notwendige URL schickt das System schließlich an dessen Server. Dazu wird ein regulärer Ausdruck mit /e-Modifikator verwendet. So ist es beispielsweise möglich, den Inhalt von htpasswd-Dateien anzuzeigen oder eine eigene PHP-Datei irgendwo innerhalb des Webspaces abzulegen und darin eigenen Code auszuführen, sofern der Webserver über Schreibrechte verfügt.

Das Problem wird lediglich im Piwik-Forum diskutiert, eine entsprechende prominente Warnung findet sich auf der Piwik-Website bislang nicht. Wer Piwik in der letzten Zeit installiert hat, sollte seine Installation prüfen. Zudem ist unklar, wie der entsprechende Code im offiziellen Piwik-Archiv landen konnte.

Nachtrag vom 27. November 2012, 13:35 Uhr

Die Piwik-Entwickler haben mittlerweile einen "Security Report" zu dem Vorfall veröffentlicht. Demnach wurde der Piwik-Webserver am gestrigen 26. November kompromittiert und das Zip-Archiv mit der aktuellen Piwik-Version ausgetauscht. Demnach stand die von dem Angreifer modifizierte Version der Software nur für einige Stunden zum Download bereit.

Wer Piwik gestern zwischen 16:43 Uhr und Mitternacht heruntergeladen hat, sollte seine Installation prüfen; wer die Software davor oder danach heruntergeladen hat, sollte sicher sein. Woran eine kompromittierte Installation zu erkennen ist, beschreiben die Piwik-Macher in ihrem Sicherheitsbericht.

Der Angriff auf den Piwik-Server erfolgt dem Bericht zufolge durch eine Sicherheitslücke in einem Wordpress-Plugin, das auf der Seite eingesetzt wurde.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Spider-Man 1-3 für 8,49€, X-Men 1-6 für 23,83€ und Batman 1-4 für 14,97€)

mbirth 28. Nov 2012

Mein Update war am 24.11. 20:27 Uhr und dort ist die Loader.php auch sauber.

Lala Satalin... 27. Nov 2012

Und Windows?

berritorre 27. Nov 2012

Was ist denn das für eine Aussage? Surprise, surprise! Natürlich wird die Serverlast...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Gemini PDA im Test: 2004 ist nicht 2018
Gemini PDA im Test
2004 ist nicht 2018

Knapp über ein Jahr nach der erfolgreichen Finanzierung hat das Startup Planet Computers mit der Auslieferung seines Gemini PDA begonnen. Die Tastatur ist gewöhnungsbedürftig, längere Texte lassen sich aber mit Geduld durchaus damit tippen. Die Frage ist: Brauchen wir heute noch einen PDA?
Ein Test von Tobias Költzsch und Sebastian Grüner

  1. Atom Wasserfestes Mini-Smartphone binnen einer Minute finanziert
  2. Librem 5 Freies Linux-Smartphone wird größer und kantig
  3. Smartphone-Verkäufe Xiaomi erobert Platz vier hinter Huawei, Apple und Samsung

Sony: Ein Kuss und viele Tode
Sony
Ein Kuss und viele Tode

E3 2018 Mit einem zärtlichen Moment in The Last of Us 2 hat Sony sein Media Briefing eröffnet - danach gab es teils blutrünstiges Gameplay plus Rätselraten um Death Stranding von Hideo Kojima.
Ein Bericht von Peter Steinlechner

  1. Smach Z ausprobiert Neuer Blick auf das Handheld für PC-Spieler
  2. The Division 2 angespielt Action rund um Air Force One
  3. Ghost of Tsushima Dynamischer Match im offenen Japan

Windows 10: Der April-2018-Update-Scherz
Windows 10
Der April-2018-Update-Scherz

Microsofts April-2018-Update für Windows 10 hat so viele Fehler, als würden drei Insider-Ringe nicht ausreichen. Das Unternehmen setzt seine Nutzer als Betatester ein und reagiert dann auch noch langsam auf Fehlermeldungen - das muss sich ändern.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Gesperrter Lockscreen Cortana-Fehler ermöglicht Codeausführung
  2. Microsoft Weitere Umstrukturierungen rund um Windows 10
  3. April 2018 Update Windows-Patch macht Probleme bei Intel- und Toshiba-SSDs

    •  /