Das dezentrale Konzept und die Gefahr von der alleinigen Kontrolle

Der Clou an der Blockchain ist, dass die ganze Kette öffentlich ist und auch jeder einen neuen gültigen Block anhängen kann. Das jedoch bedarf Konsolidierung: Es kann durchaus sein, dass unterschiedliche Miner den nächsten gültigen Block berechnen und an die Kette anhängen. Hier gilt: Wer zuerst den Block abgibt, gewinnt. Der Block, der als zweites kommt, wird verworfen.

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Sind beide Blöcke quasi gleichzeitig fertig - mit anderen Worten, das Netzwerk der Blockchain-Nodes ist gespalten, die eine Hälfte der Nodes hat einen neuen Block akzeptiert, die andere Hälfte einen anderen - wird der Block übernommen, dessen Nachfolger zuerst fertig ist. So können sich kurzzeitig Abspaltungen bilden, die aber automatisch wieder konsolidiert werden. Langsamere Zweige, also Zweige, auf denen weniger Miner rechnen, sterben ab.

Dies führt aber auch zu einem großen Problem mit den Blockchains. Nicht alle Transaktionen, die in einem abgestorbenen Zweig enthalten waren, müssen auch in dem überlebenden Zweig vorhanden gewesen sein. Dies kann dazu führen, dass eine Transaktion sich in einem Block befindet, der zwar schon einen oder mehrere Nachfolger hatte, dann aber trotzdem abstirbt, weil ein anderer Zweig den einen oder anderen Block mehr produziert hat.

Das macht es schwer, eine Blockchaintransaktion für immer in der Blockchain verankert zu garantieren, auch wenn es mit der Anzahl der folgenden Blöcke immer unwahrscheinlicher wird, dass ein so langer unabhängiger Zweig existiert.

Das Problem mit mehr als 50 Prozent Mining-Kapazität

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Dass keine so langen parallelen Zweige entstehen, setzt allerdings voraus, dass es niemand mutwillig darauf anlegt. Für die großen Blockchains mit sehr vielen Mining-Kapazitäten ist das kein Problem, weil es dort einfach kein Mining-Konsortium gibt, das mehr als 50 Prozent der Gesamtkapazitäten auf sich vereint.

Bei kleineren Blockchains, auf denen weniger Miner aktiv sind, kann das aber eine echte Gefahr sein, zum Beispiel, indem ein großer Bitcoin-Miner sämtliche seiner Farmen plötzlich auf eine bisher ziemlich unbekannte Kryptowährung umstellt und die Mining-Kapazitäten dort mehr als verdoppelt.

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Wenn dieses umgestellte Netzwerk Blocks nicht mehr sofort an das restliche Netzwerk weitergibt, sondern dort einfach eine alternative, aber längere Blockkette erzeugt wird, könnte diese alternative Blockkette, so sie dann irgendwann den anderen Nodes übergeben wird, sehr viele Blöcke der ursprünglichen Kette absterben lassen. Darin enthaltene Transaktionen wären für immer verloren - schlecht vor allem dann, wenn jemand Tokens dieser Cryptocurrency gegen echte Euro eingekauft hat und die Euros längst ausgezahlt wurden. Denn dann hat der Verkäufer sowohl die Tokens als auch das Geld. Die Kryptobranche verspricht aber, auf solche Vorkommnisse ein Auge zu haben, es ist dadurch relativ unwahrscheinlich, dass so etwas wirklich passiert.

Relevant ist dieses Problem bei der Blockchain und ihren absterbenden Blöcken aber doch. Und zwar dann, wenn nicht eine ganze Community dafür verantwortlich ist, einen Block nach dem nächsten zu erzeugen und Alarm auszulösen, wenn jemand versucht, mehr als zwei Blöcke lange Zweige absterben zu lassen.;sondern wenn die Technik Blockchain von einem Unternehmen eingesetzt wird, um zum Beispiel ein eigenes Transaktionslog zu führen. Denn dieses Unternehmen könnte sehr wohl einen längeren Zweig mit Transaktionen absterben lassen, indem es einfach ein paar Blöcke zurückgeht und die Blöcke neu berechnet - mit den geänderten Daten natürlich.

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 Hauptsache BlockchainDas Problem der gestorbenen Chain 
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Sea 01. Feb 2022

Bin spät, aber erklär mir mal einer warum d.tube dezentral sein sollte. Die Videos da...

Hotohori 21. Jan 2022

Also hat China quasi schon Web3.0.

regiedie1. 21. Jan 2022

Tantes Webpublikation "The Third Web" seziert den NFT-Wahn noch tiefer: https://tante.cc...

Booth 20. Jan 2022

... lass uns nun die Probleme schaffen um diese Lösung dann auch irgendwie nutzen zu...



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