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Web Monetization: Chrome unterstützt Bezahlfunktion für Web-Inhalte

Der Browser Google Chrome soll künftig eine Funktion namens Web Monetization unterstützen, damit Nutzer für Inhalte beim Surfen bezahlen können.
/ Andreas Donath
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Chrome soll Micropayments erlauben. (Bild: KI-generiert mit Dall-E3)
Chrome soll Micropayments erlauben. Bild: KI-generiert mit Dall-E3

Google unternimmt Schritte, um Website-Betreibern die Möglichkeit zu schaffen, Geld für ihre Arbeit zu erhalten und will die Funktion Web Monetization unterstützen. (öffnet im neuen Fenster)

Dieses neue System zielt darauf ab, Mikrozahlungen von Nutzern an Website-Betreiber zu ermöglichen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Refinanzierungsmethoden, die auf Anzeigen oder Abonnements basieren, könnte die Web-Monetarisierung einen anderen Ansatz haben, Geld für Inhalte einzusammeln. Web Monetization wurde nicht von Google entwickelt, sondern ist ein Vorschlag der No Text in Clipboard(öffnet im neuen Fenster) Group (WICG) des W3C. Den Status eines W3C-Standards hat es nicht.

Das vorgeschlagene System würde Micropayments ermöglichen, ohne dass für jede Transaktion eine Interaktion der Nutzer erforderlich ist. Dadurch könnten die mit den derzeitigen Zahlungsmethoden verbundenen Gebühren, die oft einen großen Teil der Kleinspenden verschlingen, erheblich gesenkt werden.

Mikrotransaktionen ohne hohe Gebühren

Um diese Funktion zu implementieren, müssten Websites ein bestimmtes HTML-Element zu ihren Seiten hinzufügen. Dies würde dem Browser signalisieren, dass die Website die Web-Monetarisierung unterstützt und immer dann eine Abbuchung vornehmen, wenn der Nutzer für die jeweilige Website selbst eine Bezahlfreigabe erteilt hat.

Die Benutzer behielten also die Kontrolle darüber, welche Websites sie unterstützen möchten und wie viel sie bereit sind, beizutragen.

Die Funktion befindet sich noch im Entwurfsstadium, eine technische Dokumentation für die Web-Monetarisierung(öffnet im neuen Fenster) ist aber bereits verfügbar. Ob Google Chrome die Funktion wirklich freigibt, ist nicht abzusehen.


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