Wearables: Swatch entwickelt eigenes Smartwatch-Betriebssystem

Für Swatch ist Android Wear nicht das Richtige: Der Schweizer Uhrenhersteller entwickelt eigenen Angaben zufolge ein eigenes Betriebssystem für Smartwatches. Dieses soll weniger Akkuleistung benötigen und die Nutzerdaten besser schützen.

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Der Chef der Swatch Group, Nick Hayek
Der Chef der Swatch Group, Nick Hayek (Bild: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images)

Der Chef des Schweizer Uhrenherstellers Swatch Group, Nick Hayek, hat bekanntgegeben, dass sein Unternehmen an einem eigenen Betriebssystem für Smartwatches arbeitet. Das OS soll eine Alternative zu Android Wear und Watch OS sein und bei den eigenen Modellen zum Einsatz kommen, wie Hayek Bloomberg zufolge erklärte.

Erste Uhr mit Swatchs Betriebssystem soll 2018 erscheinen

Als erste Smartwatch mit dem Betriebssystem soll Ende 2018 ein Modell von Tissot erscheinen. Die Marke gehört zu den 18 Uhrenmarken der Swatch Group. Das neue OS soll auch die Verbindung zu anderen vernetzten Objekten und Wearables ermöglichen, genauere Details hat Hayek jedoch nicht bekanntgegeben.

Das Swatch-Betriebssystem soll zum einen eine bessere Laufzeit von Smartwatches ermöglichen, als es aktuell möglich ist. Zum anderen soll der Schutz der persönlichen Daten besser sein als bei anderen Systemen.

OS soll für andere Hersteller verfügbar sein

Das Betriebssystem soll Bloomberg zufolge auch für andere Hersteller zur Verfügung stehen. Es wird zusammen mit dem Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique in Neuchâtel entwickelt. Hayek zufolge habe die Swatch Group bereits um die 100 Anfragen von anderen Herstellern erhalten, die Hälfte davon soll aus dem Silicon Valley stammen.

Anders als Swatch setzt Tag Heuer, ein weiterer Schweizer Uhrenhersteller, auf Google und Android Wear 2.0. Vor kurzem hat der Hersteller die Connected Modular 45 vorgestellt, bei der die Smartwatch-Einheit gegen ein echtes Uhrwerk ausgetauscht werden kann. Dann steigt der Preis der Uhr allerdings auf bis zu 16.650 Euro.

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