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Wearables: Garmin kauft Fitnessanalysefirma Firstbeat

Die Übernahme von Firstbeat dürfte langfristige Auswirkungen auf den Markt für Fitness- und Sport- Wearables haben.
/ Peter Steinlechner
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Ruheherzfrequenz auf einer Garmin Fenix 6X (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)
Ruheherzfrequenz auf einer Garmin Fenix 6X Bild: Golem.de/Peter Steinlechner

Das nordamerikanische Technologieunternehmen Garmin(öffnet im neuen Fenster) kauft seinen langjährigen Partner Firstbeat. Die beiden Firmen arbeiten seit Jahren eng zusammen: Firstbeat stellt für Sportuhren wie die Fenix 6 und für Fitnesstracker wie die Vivoactive 4 einige der wichtigsten Analysefunktionen zur Verfügung.

Dabei geht es um die Ermittlung von Erholungszeiten, die Schätzung des Stresslevels oder des VO2max und um die Schlafanalyse. Dadurch bekommen auch Amateursportler an ihrem Handgelenk eine Vielzahl durchaus sinnvoller Hilfen zur Trainingssteuerung.

Das ist zwar längst nicht genau wie das, was professionellen Athleten mit Trainerstab und medizinischer Betreuung zur Verfügung steht. Aber für das Vermeiden von zu viel oder zu wenig Sport sind die Tools ganz gut geeignet.

Die finanziellen Details der Transaktion liegen nicht vor. Firstbeat war bisher in Privatbesitz, das Unternehmen soll wie gehabt an seinem Stammsitz in Finnland arbeiten. Für die Branche dürfte die Übernahme wichtig sein, weil Firstbeat zumindest bisher auch andere Hersteller von Wearables mit den gleichen Analysealgorithmen wie Garmin beliefert hat.

Garmin Fenix 6 Serie (Herstellervideo)
Garmin Fenix 6 Serie (Herstellervideo) (00:30)

Unter anderem verwendet Casio die Software in seiner ersten G-Shock mit Herzfrequenzmessung, der GBD-H1000 ( Test auf Golem.de ). Aber auch Firmen wie Suunto, Huawei und Amazfit setzen auf Firstbeat in ihren Sportuhren.

Es ist unwahrscheinlich, dass Firstbeat mit den Garmin-Konkurrenten über bestehende Verträge hinaus zusammenarbeitet. Früher oder später dürften die Analysen nur noch auf den hauseigenen Wearables zu finden sein. Zu diesem Thema haben sich die Firmen nicht geäußert.

Für die Kundschaft von Garmin dürfte der Deal langfristig positive Folgen haben. Er könnte bedeuten, dass die Software von Firstbeat noch besser an die Hardware angepasst wird und dass Neuerungen möglicherweise per Update auch auf ältere Sportuhren und Fitnesstracker gelangen.

Bislang hatte Garmin wenig Interesse daran, bereits verkaufte Wearables um neue Funktionen von Firstbeat zu erweitern - schließlich waren dafür Lizenzzahlungen fällig.


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