Wearables: Garmin kauft Fitnessanalysefirma Firstbeat

Die Übernahme von Firstbeat dürfte langfristige Auswirkungen auf den Markt für Fitness- und Sport-Wearables haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Ruheherzfrequenz auf einer Garmin Fenix 6X
Ruheherzfrequenz auf einer Garmin Fenix 6X (Bild: Golem.de/Peter Steinlechner)

Das nordamerikanische Technologieunternehmen Garmin kauft seinen langjährigen Partner Firstbeat. Die beiden Firmen arbeiten seit Jahren eng zusammen: Firstbeat stellt für Sportuhren wie die Fenix 6 und für Fitnesstracker wie die Vivoactive 4 einige der wichtigsten Analysefunktionen zur Verfügung.

Stellenmarkt
  1. Application Manager (m/w/d)
    LOTTO Hessen GmbH, Wiesbaden
  2. Referent:in Informationstechnologie (m/w/d)
    Virtuelles Krankenhaus NRW gGmbH, Hagen
Detailsuche

Dabei geht es um die Ermittlung von Erholungszeiten, die Schätzung des Stresslevels oder des VO2max und um die Schlafanalyse. Dadurch bekommen auch Amateursportler an ihrem Handgelenk eine Vielzahl durchaus sinnvoller Hilfen zur Trainingssteuerung.

Das ist zwar längst nicht genau wie das, was professionellen Athleten mit Trainerstab und medizinischer Betreuung zur Verfügung steht. Aber für das Vermeiden von zu viel oder zu wenig Sport sind die Tools ganz gut geeignet.

Die finanziellen Details der Transaktion liegen nicht vor. Firstbeat war bisher in Privatbesitz, das Unternehmen soll wie gehabt an seinem Stammsitz in Finnland arbeiten. Für die Branche dürfte die Übernahme wichtig sein, weil Firstbeat zumindest bisher auch andere Hersteller von Wearables mit den gleichen Analysealgorithmen wie Garmin beliefert hat.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    24.-28.10.2022, virtuell
  2. Green IT: Praxisratgeber zur nachhaltigen IT-Nutzung (virtueller Ein-Tages-Workshop)
    26.10.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Unter anderem verwendet Casio die Software in seiner ersten G-Shock mit Herzfrequenzmessung, der GBD-H1000 (Test auf Golem.de). Aber auch Firmen wie Suunto, Huawei und Amazfit setzen auf Firstbeat in ihren Sportuhren.

Es ist unwahrscheinlich, dass Firstbeat mit den Garmin-Konkurrenten über bestehende Verträge hinaus zusammenarbeitet. Früher oder später dürften die Analysen nur noch auf den hauseigenen Wearables zu finden sein. Zu diesem Thema haben sich die Firmen nicht geäußert.

Für die Kundschaft von Garmin dürfte der Deal langfristig positive Folgen haben. Er könnte bedeuten, dass die Software von Firstbeat noch besser an die Hardware angepasst wird und dass Neuerungen möglicherweise per Update auch auf ältere Sportuhren und Fitnesstracker gelangen.

Bislang hatte Garmin wenig Interesse daran, bereits verkaufte Wearables um neue Funktionen von Firstbeat zu erweitern - schließlich waren dafür Lizenzzahlungen fällig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Rocketeer 01. Jul 2020

Das wäre dumm von Garmin, denn dann würde sich ein Konkurrent am Markt etablieren können...

Poison Nuke 30. Jun 2020

Garmin hat da ja einiges verbockt bei den eigenen Algorithmen. Wäre mal schön wenn die...

kayozz 30. Jun 2020

Vor allem weil ja auch andere Features, die nicht von Firstbeat kommen nicht in frühere...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streaming
Amazon zeigt neuen Fire TV Cube

Das neue Spitzenmodell der Fire-TV-Produktfamilie wurde beschleunigt und hat deutlich mehr Anschlüsse als bisher. Zudem wird eine neue Fire-TV-Fernbedienung angeboten.

Streaming: Amazon zeigt neuen Fire TV Cube
Artikel
  1. Berufsschule für die IT-Branche: Leider nicht mal ausreichend
    Berufsschule für die IT-Branche
    Leider nicht mal "ausreichend"

    Lehrmaterial wie aus einem Schüleralbtraum, ein veralteter Rahmenlehrplan und nette Lehrer, denen aber die Praxis fehlt - mein Fazit aus drei Jahren als Berufsschullehrer.
    Ein Erfahrungsbericht von Rene Koch

  2. Tim Cook: Apple will Entwicklung in München weiter ausbauen
    Tim Cook
    Apple will Entwicklung in München weiter ausbauen

    Laut Konzernchef Cook ist der Standort München wegen der Mobilfunktechnik für Apple "sehr, sehr wichtig". Doch da ist noch mehr.

  3. Smarte Lautsprecher: Amazons neue Echo-Lautsprecher haben Sensoren
    Smarte Lautsprecher
    Amazons neue Echo-Lautsprecher haben Sensoren

    Amazon hat zwei neue Echo-Dot-Modelle vorgestellt. Außerdem erhält der Echo Studio Klangverbesserungen und Amazon macht den Echo Show 15 zum Fire TV.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Controller GoW Ragnarök Edition vorbestellbar • Saturn Technik-Booster • Viewsonic Curved 27" FHD 240 Hz günstig wie nie: 179,90€ • MindStar (Gigabyte RTX 3060 Ti 499€, ASRock RX 6800 579€) • AMD Ryzen 7000 jetzt bestellbar • Alternate (KF DDR5-5600 16GB 96,90€) [Werbung]
    •  /