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Wearables: Der Vliespullover wird smart

Vliespullover sind warm und bequem. In Zukunft sollen sie noch kuscheliger werden, etwa indem sie sich selbst beheizen. Eine Entwicklung von deutschen und chinesischen Forschern soll das ermöglichen.
/ Werner Pluta
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Vliesstoff unter dem Mikroskop: warm, bequem und smart (Bild: Ikiwaner)
Vliesstoff unter dem Mikroskop: warm, bequem und smart Bild: Ikiwaner / CC-BY 3.0

Kleidungsstücke aus Vliesstoff sind warm, atmungsaktiv und bequem - und in Zukunft auch smart: Forscher aus Deutschland und China haben ein Verfahren entwickelt, um den Vliesstoff elektrisch leitfähig zu machen. Das soll es ermöglichen, aus dem Stoff intelligente Kleidungsstücke herzustellen.

Bisher wurden in fertige Textilien Metalldrähte eingezogen. Das macht die Stoffe jedoch steif und unbequem. Die Forscher um Andreas Greiner bringen hingegen leitfähige Fasern bei der Herstellung in den Stoff ein. Dazu haben sie das gängige Verfahren des Elektrospinnens(öffnet im neuen Fenster) modifiziert. Dabei werden dünne Fasern aus Polymerlösungen mit Hilfe eines elektrischen Felds gesponnen.

Polymerfasern und Nanosilberdrähte werden gemischt

Diese Fasern kommen anschließend zusammen mit Nanodrähten aus Silber in eine Flüssigkeit und werden darin gemischt. Die Mischung wird abfiltriert, getrocknet und schließlich kurz erhitzt - fertig ist der elektrisch leitfähige Vliesstoff. Das Verfahren beschreiben die Forscher der Universität in Bayreuth, der Donghua University in Schanghai und der Nanjing Forestry University in der Fachzeitschrift NPJ Flexible Electronics(öffnet im neuen Fenster) .

Der Stoff eignet sich in erster Linie für smarte Textilien. So können etwa Sensoren in Sportkleidung eingearbeitet werden, die Daten zur Fitness und zum Gesundheitszustand des Trägers erfassen. Eine andere Möglichkeit wäre, Kleidungsstücke mit Solarzellen auszustatten. Die könnten Sonnenlicht in Wärme wandeln und das Kleidungsstück beheizen oder Strom erzeugen, mit dem etwa das Mobiltelefon geladen wird.

"Ähnliche Funktionen lassen sich nicht nur in Kleidungsstücke, sondern genauso gut auch in textile Materialien einbauen, die für Armaturen und Sitze in Autos oder Flugzeugen geeignet sind" , sagt Greiner(öffnet im neuen Fenster) .


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