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Wearable: Coronavirus-Sensor am Hals erkennt Symptome

Ein Corona-Wearable zum Aufkleben soll Patienten überwachen und Symptome von Covid-19 erkennen.

Artikel veröffentlicht am , Michael Linden
Das Coronavirus-Pflaster
Das Coronavirus-Pflaster (Bild: Northwestern)

Die Northwestern University und das Shirley Ryan Abilitylab haben ein Wearable und die dazugehörige Software entwickelt, mit dem Corona-Patienten überwacht und Symptomverschlechterungen frühzeitig erkannt werden sollen. Das Gerät erfasst die Art, Dauer und Zeit des Hustens und wird wie ein Pflaster aufgeklebt. Es ist vollständig von Silkon umhüllt und kann so leicht desinfiziert werden. Der Klebesensor wird dort aufgebracht, wo Hals und Brust aufeinandertreffen.

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Die Wissenschaftler erhoffen sich aus der Analyse der Daten, frühe Anzeichen einer Coronavirus-Infektion und das Fortschreiten der Krankheit überwachen zu können. Die Daten werden über ein iOS-Gerät beim Aufladen in die Cloud übertragen und dort ausgewertet, schreiben die Forscher.

Das Sensorpflaster wurde bisher zur Überwachung von Schlaganfallpatienten eingesetzt, soll nun aber Daten zu Husten und Atembeschwerden erfassen. Das Pflaster erfasst auch Herzfrequenz und Temperatur. Ein Sensor zur Überwachung der Sauerstoffsättigung im Blut fehlt jedoch.

Professor John Rogers, Direktor des Zentrums für biointegrierte Elektronik der Northwestern University, sagte Cnet, dass der Sensor kein Mikrofon einsetzt, sondern einen dreiachsigen Beschleunigungsmesser, um die Bewegung der Hautoberfläche zu messen.

Bisher haben 25 Testpersonen das Gerät für jeweils zwei Wochen genutzt. Für die Massenproduktion des Sensorpflasters ist es aber noch zu früh. Zunächst soll die KI trainiert werden, um relevante Muster zu erkennen.

"Wir gehen davon aus, dass die Algorithmen, die wir entwickeln, Covid-ähnliche Zeichen und Symptome aus den Rohdaten und Symptomen extrahieren werden, noch bevor der Einzelne sie wahrnehmen kann", sagte Arun Jayaraman, ein Forscher am Shirley Ryan Abilitylab, der die Algorithmenentwicklung leitet. "Diese Sensoren haben das Potenzial, Informationen zu erschließen, die das medizinische Personal an vorderster Front und die Patienten gleichermaßen schützen."

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