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We Wash: keine Wartezeit mehr an der Haus-eigenen Waschmaschine
We Wash: keine Wartezeit mehr an der Haus-eigenen Waschmaschine (Bild: We Wash/Screenshot: Golem.de)

We Wash: Bosch vernetzt die Gemeinschaftswaschanlage im Haus

We Wash: keine Wartezeit mehr an der Haus-eigenen Waschmaschine
We Wash: keine Wartezeit mehr an der Haus-eigenen Waschmaschine (Bild: We Wash/Screenshot: Golem.de)

Die Sharing Economy hat die Waschmaschine erreicht: Zumindest bewirbt We Wash so seine gleichnamige Vernetzungslösung, die Gemeinschaftswaschanlagen modernisiert.

Dass eine Waschmaschine voller Elektronik steckt, ist nichts Neues. Jetzt will das Münchener Unternehmen We Wash, eine Ausgründung von Bosch-Siemens-Haushaltsgeräte (BSH), sie vernetzen, damit viele Menschen mehrere Maschinen reibungslos nutzen.

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Denn: Die Zahl der Waschmaschinen hierzulande geht zurück. Das sagt zumindest eine Statistik des Statistischen Bundesamtes. Demnach waren 2015 weniger Haushalte mit einer Waschmaschine ausgestattet also noch vor wenigen Jahren.

Die Waschmaschine stirbt aus - oder so

2011 hatten 95 Prozent aller Haushalte eine Waschmaschine, im Jahr darauf 96 Prozent. 2015 war der Ausstattungsgrad auf 93,9 Prozent gesunken. Das dürfte kaum mehr sein als eine statistische Schwankung und ohne große Aussagekraft über die Sauberkeit der Bewohner dieses Landes.

Die Entwickler von We Wash sehen darin jedoch einen Trend - und haben schon gleich die richtige Lösung dafür: die Einführung der Sharing-Economy in die Welt der Wäsche. Unnötig zu erwähnen, dass nicht schmutzige Wäsche geshart werden soll, sondern die Lösung, sprich: die Waschmaschine.

We Wash hat eine saubere Lösung

"Wir hätten natürlich diese Entwicklung verschlafen können. Doch stattgefunden hätte sie auf jeden Fall", sagte We-Wash-Geschäftsführer Philip Laukart der Tageszeitung Die Welt. Deshalb die saubere Lösung We Wash.

We Wash ist nicht Airbnb. Es werden keine Waschzeiten von privaten Waschmaschinen geteilt, wenn diese gerade stillstehen. Vorbild sind eher die Carsharing-Dienste wie Car2Go oder Drive Now: Mit der App können Nutzer in Gemeinschaftswaschanlagen, wie es sie etwa in größeren Wohnanlagen gibt, eine Maschine buchen.

Die Waschmaschine wird vernetzt

Dafür müssen die Maschinen ausgerüstet werden: We Wash hat einen Nachrüstsatz entwickelt, mit dem Waschmaschinen vernetzt werden - "egal wie alt oder von welchem Hersteller" sie sind. Auf der Ifa stellen sie das 150 Euro teure System vor.

Die Idee: Die Mieter, die keine eigene Waschmaschine haben und ihre Wäsche in einer der Haus-eigenen Maschine waschen, können nachsehen, ob aktuell eine Maschine frei ist oder sie wie ein Mietauto reservieren. Das geht per App, über eine Website oder sogar per Telefon. Wenn der Nutzer in den Waschraum geht, kann er sicher sein, dass auch eine Maschine frei ist. Sind alle Maschinen besetzt, kann er sich benachrichtigen lassen, wenn eine frei wird.

Die Nachricht am Ende der Wäsche

Ist die Wäsche durchgelaufen, wird der Nutzer ebenfalls informiert. Das soll nach Angaben der Wash-Me-Initiatoren verhindern, dass jemand anderes Wäsche aus der Waschmaschine stibitzt. Der sinnvollere Zweck dürfte sein, den Besitzer zu benachrichtigen, damit er die Maschine schnell ausräumt, so dass die feuchte Wäsche nicht zu lange in der Maschine liegt.

Dafür braucht es aber eigentlich keine App. Es reicht völlig, eine Eieruhr aufzuziehen. Wer es unbedingt moderner will, kann den Wasch-Countdown natürlich auch auf dem Smartphone einstellen.

We Wash übernimmt die Abrechnung

Die Abrechnung erfolgt nämlich ebenfalls über We Wash. Das mache es für die Nutzer einfacher, wirbt BSH: Sie müssten keine Münzen oder Waschmarken mehr sammeln. Eher profitieren dürfte der Betreiber der Maschinen: Es gibt keine Münzautomaten mehr, die geleert werden müssen und die aufgebrochen werden können.

Überhaupt sieht es so aus, als würde das We-Wash-Konzept insbesondere den Betreibern nützen. So sind die Maschinen besser ausgelastet: Wenn der Nutzer benachrichtigt wird, vergisst er die Wäsche nicht - die Maschine wird also potenziell schneller wieder frei, damit andere sie nutzen können.

Der Vermieter profitiert

Weiterer Vorteil für den Betreiber, der meist auch der Vermieter sein dürfte: "Vermieter haben ein Interesse daran, dass Waschmaschinen nicht in den Wohnungen stehen, um das Risiko von Wasserschäden an ihrem Eigentum zu reduzieren", sagte Laukart.

Das Waschmaschinen-Sharing soll offensichtlich verhindern, dass Mieter ihre frisch gewaschene Wäsche in der Wohnung trocknen. Da allerdings ist We Wash der falsche Ansatz. Sinnvoller wäre ein Trockner-Sharing: We Dry. Alternativ gibt es auch die traditionelle, analoge Variante der Schimmelbekämpfung: lüften. In der Sprache der Sharing Economy wohl eher: We Open Windows.


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monosurround 07. Sep 2016

Da hast du natürlich recht, ich nutze das nie, deswegen war mir das garnicht bewusst!

eskimo 05. Sep 2016

Was die anbieten ist Kurzzeit-Autovermietung, oder bezahltes Probefahren. Carsharing...

Rider7 05. Sep 2016

Wer klaut denn Wäsche von anderen Leuten...?!

ElMario 03. Sep 2016

Kühlschrank, Waschmaschiene...ich brauche dringend einen intelligenten Herd, der erkennt...



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