Abo
  • Services:

We Happy Few im Test: Freude oder Abspann nach drei Minuten

Anspruchsvolle Abenteuer wie Bioshock und Dishonored waren offenbar Vorbild für We Happy Few. Wer mag, kann die Kampagne des Action-Adventures fast sofort nach dem Start abschließen - oder sich in eine dystopische 60er-Jahre-Parallelwelt stürzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von We Happy Few
Artwork von We Happy Few (Bild: Compulsion Games)

Den Bürgern von Wellington Wells geht es super! Sie haben immer ein breites Grinsen im Gesicht und feiern den ganzen Tag Partys. Kleiner Detailfehler im Action-Adventure We Happy Few: ohne eine Droge namens Freude würden die Bürger ihre Welt gar nicht mehr toll finden. Was mit den Pillen wie ein Schmetterling aussieht, ist ohne Psychopharmaka einfach nur ein Stück Erbrochenes, und statt auf eine fröhlich-bunte Pinata-Puppe schlagen die Bürger während einer Feier auf eine tote Ratte ein.

Inhalt:
  1. We Happy Few im Test: Freude oder Abspann nach drei Minuten
  2. Verfügbarkeit und Fazit

Kein Wunder: Das in einer Parallelwelt angesiedelte Wellington Wells ist zwar in den 60er Jahren angesiedelt, es leidet aber immer noch unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs. Die Anspielungen auf das große Schlachten sind in We Happy Few sehr direkt, ein Passant (ohne die Droge) erzählt etwa bedrückt von seiner Flucht aus Dünkirchen.

Wir spielen am Anfang der Kampagne aus der Ich-Perspektive einen gewissen Arthur, der eigentlich (unter Droge) für die staatliche Zensurbehörde arbeitet. Gleich am Anfang können wir eine Freude-Tablette zu uns nehmen - dann ist das Spiel beendet und wir sehen den Abspann. Alternativ können wie die Pille in den Mülleimer pfeffern. Das hat dramatische Folgen.

Wir werden zum Außenseiter, so dass uns die Polizei und einige andere Bürger jagen. Und wir erleben ein Abenteuer, das je nach Menge der absolvierten Nebenmissionen und unserer Vorgehensweise bis zu rund 20 Stunden dauert. Später steuern wir neben den auf Nahkämpfe spezialisierten Arthur auch den Schusswaffenexperten Ollie und die Wissenschaftlerin Sally, die besonders gut schleichen kann.

  • Doof gelaufen - zwei Gangster wollen an unser Eigentum. (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
  • Der Zweite Weltkrieg spielt in We Happy Few eine größere Rolle. (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
  • Mit einem selbstgebastelten Dietrich öffnen wir ein Schloss. (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
  • Im Herstellungsmenü können wir allerlei seltsame Gegenstände produzieren. (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
  • Immer wieder sehen wir schwarzweiße Rückblenden. (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
  • Schlafen regeneriert Gesundheit und andere Werte. (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
  • Mit den meisten NPCs können wir uns nicht richtig unterhalten. (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
  • Den Schwierigkeitsgrad können wir ganz, ganz genau festlegen. (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
  • Schön-trauriges Abendmahl... (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
  • Das Grafikmenü der PC-Version. (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
Doof gelaufen - zwei Gangster wollen an unser Eigentum. (Bild: Compulsion Games/Screenshot: Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Continental AG, Frankfurt am Main, Wolfsburg
  2. Ultima (Deutschland) GmbH, Münster

We Happy Few bietet eine Mischung aus Kämpfen, Schleichpassagen, dem Absuchen von Schränken nach Ausrüstung und Questgegenständen; dazu kommen Dialoge und Zwischensequenzen. Die Mischung erinnert an Titel wie Bioshock oder Dishonored. Ein kleiner Unterschied: Nicht alle, aber viele der frei erkundbaren Umgebungen zwischen Missionsgebieten sind prozedural generiert, sehen also bei jedem Durchgang ein bisschen anders aus.

Grund hierfür ist, dass We Happy Few lange Zeit ein anderes Spiel mit wesentlich mehr Sandbox-Elementen werden sollte. Erst in den vergangenen Monaten haben die Entwickler von Compulsion Games, das übrigens seit kurzem zu Microsoft gehört, das Programm in ein Abenteuer mit einer stärker linearen Handlung umgestrickt.

Eine typische Mission gleich am Anfang schickt uns etwa in eine Festung von Banditen, wo wir die Kriegsmedaillen eines älteren Herren besorgen sollen - erst dann will er uns einen Schlüssel geben, der einen weiteren Teil der Umgebung freischaltet. In der Banditenfestung tappen wir mit etwas Pech aber in eine Falle, müssen dann in einer Arena um unser Leben kämpfen und am Ende auch noch Feinde durch Schleichangriffe abservieren.

Vor allem das Schleichen macht uns Spaß in We Happy Few: Wir sehen die Fußabdrücke der Gegner, so dass wir sie mit etwas Geschick ausmanövrieren können. Es gibt weitere Optionen, beispielsweise können wir uns in Mülltonnen verstecken oder Feinde mit einem Flaschenwurf ablenken, um sie dann von hinten mit einem Würgegriff abzumurksen.

Verfügbarkeit und Fazit 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 9,99€
  2. 35,99€
  3. 47,67€ (Bestpreis!)
  4. (-73%) 7,99€

Xander 13. Aug 2018 / Themenstart

PC-Spiele sind ja auch seit wer weiß wie vielen Jahren nicht teurer geworden, wenn man...

nixalsverdrussbit 12. Aug 2018 / Themenstart

Für mich ähnlich bahnbrechend wie Half Life. Was gibt es eigentlich aktuell, das es wert...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Shift 6m - Hands on (Cebit 2018)

Der Hersteller beschreibt das neue Shift 6M als nachhaltig und Highend - wir haben es uns auf der Cebit 2018 angesehen.

Shift 6m - Hands on (Cebit 2018) Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ford will lieber langsam sein
  2. Navya Mainz testet autonomen Bus am Rheinufer
  3. Drive-by-wire Schaeffler kauft Lenktechnik für autonomes Fahren

Matebook X Pro im Test: Huaweis zweites Notebook ist klasse
Matebook X Pro im Test
Huaweis zweites Notebook ist klasse

Mit dem Matebook X Pro veröffentlicht Huawei sein zweites Ultrabook. Das schlanke Gerät überzeugt durch ein gutes Display, flotte Hardware samt dedizierter Grafikeinheit, clevere Kühlung und sinnvolle Anschlüsse. Nur die eigenwillig positionierte Webcam halten wir für fragwürdig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Android Huawei stellt zwei neue Tablets mit 10-Zoll-Displays vor
  2. Smartphones Huawei will Ende 2019 Nummer 1 werden
  3. Handelskrieg Huawei-Chef kritisiert Rückständigkeit in den USA

Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Spezial Unabhängige Riesen und Ritter für Nintendo Switch
  2. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  3. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

    •  /