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WD20EFRX: Red-Festplatten von WD für kleine NAS-Systeme mit 24/7

Mit der neuen Serie EFRX bringt Western Digital 3,5-Zoll-Festplatten für NAS-Systeme mit bis zu fünf Laufwerken auf den Markt. Die neuen Platten sollen sparsam und schnell zugleich sowie für den Dauerbetrieb geeignet sein. Zudem will WD sie kontinuierlich auf Kompatibilität testen.
/ Nico Ernst , Andreas Sebayang
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Die Red-Platten (Bild: WD)
Die Red-Platten Bild: WD

Wichtigster Unterschied der Red-Serie ist die Freigabe für den Dauerbetrieb 24/7. Die Green-Serie spezifiziert WD nur für den Einsatz von acht Stunden in fünf Tagen in der Woche, also die üblichen Bürozeiten. Zudem gibt es auf die Reds drei Jahre Garantie, bei den Serien Blue und Green sind es nur zwei, die schnellen Black-Festplatten werden fünf Jahre lang unterstützt.

Wenn das NAS schnell genug ist, soll eine WD Red auch ein Gigabit-Ethernet ausreizen können. Der Hersteller gibt für die neuen Laufwerke eine Lesegeschwindigkeit von 145 bis 150 MByte pro Sekunde vom Medium zum Cache an, das höchste Tempo erreicht nur das 1-TByte-Modell, die EFRX mit 2 und 3 TByte sind etwas langsamer. Zum Vergleich: Die bei selbst bestückten NAS-Systemen beliebten WD Green kommen nur auf maximal 123 MByte/s. Die neuen Laufwerke sollen dabei auch von einem Cache aus DDR2-Speicher statt bisher DDR-Speicher profitieren, dieser ist aber mit 64 MByte unverändert groß.

Bei der Leistungsaufnahme sind die neuen Red-Festplatten nicht ganz so sparsam wie die Green-Modelle. Laut WDs Datenblatt kommt beispielsweise die WD20EFRX mit 2 TByte bei Zugriffen auf 4,4 Watt, 4,1 Watt sind es in Ruhe und bei abgeschaltetem Motor (Standby) nur 0,6 Watt. Die beliebte WD20EARX aus der Green-Serie erreicht dabei 5,3, 3,3 und 0,7 Watt. Wenn das NAS die Platten also nicht abschaltet, nachdem eine gewisse Zeit ohne Zugriffe verstrichen ist, kann eine Green-Platte sparsamer sein - nur ist sie eben nicht für den Dauerbetrieb freigegeben.

NASware für mehr Kompatibilität

Mit einer neuen Firmwarestrategie will WD zudem dafür sorgen, dass die Red-Platten in NAS-Systemen weniger Probleme als Desktopfestplatten machen. So soll unter anderem die Fehlerkorrektur schneller arbeiten, so dass das NAS nicht einen Fehler im RAID meldet. Zudem arbeitet Western Digital mit NAS-Herstellern zusammen, welche die neuen Laufwerke mit ihren Geräten testen und dann Kompatibilitätslisten erstellen. Qnap und Synology sind zwei Partner, die WD dafür bereits nennen konnte, erste Tests haben bereits stattgefunden.

Auch der Ersatz einer ausgefallenen Festplatte soll kein Problem sein. In manchen Konfigurationen legt ein NAS Wert darauf, dass nur eine identische Festplatte mit gleicher Firmware ein defektes Laufwerk ersetzen kann. Das soll bei den Red-Platten stets gewährleistet sein, auch wenn später ein neueres Modell mit älteren Laufwerken im RAID-Verbund genutzt werden soll. Das Gesamtkonzept heißt NASware, RAID-Anbieter sollen es bei Kompatibilität nach WDs Willen in den Spezifikationen ihrer Produkte erwähnen.

Trotz professioneller Funktionen empfiehlt WD die Red-Serie nur für kleine NAS-Systeme mit bis zu fünf Laufwerken im Soho-Bereich. Für größere Storage-Systeme sind die RAID-Editions (RE) vorgesehen, die jedoch teurer sind. Für sie bietet WD auch fünf Jahre Garantie.

Ab dem 16. Juli 2012 sollen die Red-Platten von Western Digital allgemein verfügbar sein, bisher gibt es nur Preisempfehlungen in US-Dollar. So kosten die WD10EFRX, WD20EFRX und WD30EFRX mit 1, 2, und 3 TByte je 109, 139 und 189 US-Dollar. Der deutsche Handel listet die Festplatten bereits mit Preisen ab rund 100, 120 beziehungsweise 170 Euro. Sie sind damit etwas teurer als die Green-Serie, deren WD20EARX mit 2 TByte derzeit schon unter 100 Euro zu bekommen ist.


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