WD Red: Langsame NAS-Festplatten erhalten Kennzeichnung

Kunden sollten für ihr NAS zu den WD Red Plus oder WD Red Pro greifen.

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Die WD Red ohne Zusatz wird weiter für NAS-Systeme berworben.
Die WD Red ohne Zusatz wird weiter für NAS-Systeme berworben. (Bild: Western Digital)

Im Frühling mussten Seagate, Toshiba und Western Digital eingestehen, Festplatten ohne Kennzeichnung zu verkaufen, welche mit Shingled Magnetic Recording (SMR) statt dem schnelleren Perpendicular Magnetic Recording (PMR) alias Conventional Magnetic Recording (CMR) arbeiten. Allerdings war Western Digital der einzige Hersteller, der solche Modelle explizit auch für NAS-Systeme bewarb und immer noch bewirbt.

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Einem Blogeintrag zufolge sollen sich entsprechende SMR-Varianten der WD Red wie gehabt für NAS-Systeme eignen, zumindest bei leichten Workloads im SOHO-Segment (Small Office, Home Office). Bei Raid-Konfigurationen mit ZFS-Dateisystem rät Western Digital hingegen zu den WD Red Plus oder den WD Red Pro mit CMR, da es ansonsten aufgrund der häufigen wahlfreien Schreibvorgänge zu Ausfällen im NAS-Betrieb kommen kann.

Passend dazu veröffentlichte Western Digital eine Übersicht aller WD-Red-Modelle mit SMR und CMR. NAS-Hersteller wie Synology listet die SMR-Ableger als inkompatibel, Qnap warnt zumindest vor deren Einsatz. Wie gehabt wird Shingled Magnetic Recording auch bei anderen Festplatten von Western Digital eingesetzt (siehe PDF). Die als WD Blue und als WD Black bezeichneten HDD-Serien sind allerdings nicht explizit für NAS-Systeme gedacht, weshalb die wie Ziegel überlappenden Spuren - daher auch die entsprechende englische Bezeichnung - nicht zu schwerwiegenden Problemen führen sollte.

  • WD-Festplatten mit SMR (Bild: Western Digital)
  • Aufschlüsselung der WD Red mit SMR und CMR (Bild: Western Digital)
WD-Festplatten mit SMR (Bild: Western Digital)

Für Western Digital könnte die Bewerbung von SMR-Festplatten für NAS-Systeme noch ein Nachspiel haben, denn Ende Mai 2020 wurde in Kalifornien eine Sammelklage (PDF) gegen den Hersteller eingereicht. Dieser hätte Verbraucher getäuscht und geschädigt, weshalb Schadensersatz verlangt wird. So zeigen Tests wie der von Serve The Home, dass bereits das Kopieren von 125 GByte mit SMR zwei Drittel länger dauert und der RAIDZ-Resilver-Test mit rund 230 Stunden statt 17 Stunden exorbitant langsamer erfolgt.

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recluce 26. Jun 2020

Die EFAX sind nicht teuer, das ist eher Billig-Ramsch. Betrug war es letztendlich...

gaym0r 25. Jun 2020

Ja.

kieleich 25. Jun 2020

Solange 8TB PMR Platten von WD bei Amazon um 129¤ verscheuert werden, gibts für SMR...

frostbitten king 24. Jun 2020

Ouch. Das is übel. Aber das erklärt wohl was ich irgendwann mal bei einer meiner Platten...



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